Tiere schlafen immer länger - frühjahrsmüdigkeit bei haustieren
Während wir Menschen früh im Frühling wieder energiegeladen sind, bleiben viele Hunde und Katzen noch lange im Tiefschlaf.

Frühjahrsmüdigkeit bei haustieren: ein normales phänomen?
Die Frage, ob das normale Verhalten ist oder ob es einen tieferen Grund gibt, wird von vielen Haltern gestellt. Tatsächlich zeigen viele Haustiere im Frühling das selbe Verhalten wie wir: Sie kommen langsam in Schwung.
Wissenschaftlich ist es nicht eindeutig bewiesen, dass auch Tiere unter Frühjahrsmüdigkeit leiden, aber viele Indizien sprechen dafür. Im Winter läuft der Organismus von Hunden und Katzen auf Sparflamme. Weniger Licht, weniger Bewegung, ein niedrigerer Stoffwechsel.
Jetzt, mit steigenden Temperaturen, muss sich der Körper umstellen. Das kostet Kraft. Die Folge: Hunde und Katzen schlafen mehr, wirken träge oder haben weniger Appetit. Besonders ältere oder kranke Tiere brauchen länger, um wieder fit zu werden.
Hormone im Umbruch Im Winter sinkt der Serotoninspiegel - das sogenannte Glückshormon. Gleichzeitig steigt das Schlafhormon Melatonin. Das macht müde und bremst den Körper aus. Mit dem Frühling dreht sich dieser Prozess langsam um.
Fellwechsel als Kraftakt Was viele unterschätzen: Der Fellwechsel ist für Tiere echte Schwerstarbeit. Vor allem Hunde verlieren jetzt ihre dichte Winterunterwolle. Das dauert mehrere Wochen - und kostet Energie. Bis dahin ist das dicke Fell bei höheren Temperaturen eine zusätzliche Belastung.
Zeit geben Auch wenn Frühjahrsmüdigkeit bei Tieren nicht eindeutig bewiesen ist - die Anzeichen sind klar erkennbar. Wer seinen Vierbeiner jetzt beobachtet und unterstützt, hilft ihm durch die Umstellung. Das Gute: Mit etwas Geduld kommt die Energie zurück. Und dann starten Mensch und Tier gemeinsam fit in die warme Jahreszeit.