Pferde im sommer ungewöhnlich gekleidet: schutz vor fliegen und bremsen

Pferde auf Weiden präsentieren sich plötzlich mit ungewöhnlichen Schutzmaßnahmen: Masken im Gesicht, Decken auf dem Rücken. Ein ungewöhnlicher Anblick, der aber einen ganz praktischen Grund hat. Wie die Fachzeitschrift PETBOOK berichtet, dienen diese Hilfsmittel dem Schutz vor lästigen und gefährlichen Insekten.

Warum pferde sich bedecken – und was die wissenschaft dazu sagt

Warum pferde sich bedecken – und was die wissenschaft dazu sagt

Fliegen und Bremsen sind nicht nur nervig, sie können auch Krankheiten übertragen – beispielsweise Bindehautentzündungen. Die sogenannten Fliegenmasken schützen empfindliche Augen und Gesicht. Pferde sind Fluchttiere und brauchen einen freien Überblick; deshalb bestehen die Masken aus einem feinen Netz, das Schutz bietet, ohne die Sicht zu behindern. Allerdings ist Vorsicht geboten: Sitzt die Maske nicht richtig, kann sie verrutschen. Ein Fall im Jahr 2025 zeigte die potenziellen Gefahren: Eine Stute geriet in Panik, riss mehrere Zäune ein und überschlug sich. Erst eine Sedierung konnte helfen, wie die Tierrettung Essen auf Facebook berichtete.

Auch Fliegendecken mit Zebramuster sind weit verbreitet. Eine Studie der University of California (2019) unter Leitung von Tim Caro ergab, dass Bremsen Schwierigkeiten haben, auf gestreiften Flächen zu landen. Die Wirkung ist zwar begrenzt, aber die Beobachtung deutet darauf hin, dass das Muster eine gewisse Abschreckung bewirkt. Interessanterweise haben die Forscher drei Zebras und neun Pferde auf einer Farm in Großbritannien analysiert.

Regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Masken und Decken sind unerlässlich. Neben dem Schutz vor Insektenstichen bieten die Decken auch Schutz vor Sonnenbrand. Die Wahl der richtigen Maske ist entscheidend: Sie muss gut sitzen, aus atmungsaktivem Material sein und darf nicht am Auge anliegen. Diese Maßnahmen sind nicht nur für den Komfort der Pferde wichtig, sondern auch für ihre Gesundheit.