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Wolfsburg taumelt: abstiegskampf ohne hoffnungsschimmer?

Die lage ist ernst: wolfsburg im freien fall

Nach der deutlichen Niederlage gegen Augsburg (2:3) und dem Sieg von Pauli gegen Werder (2:1) verschärft sich die Situation für den VfL Wolfsburg im Abstiegskampf. Die Niedersachsen sind nun punktgleich mit den Kiez-Kickern und liegen nur noch einen Zähler vor Bremen und einem direkten Abstiegsplatz. Die Saison nimmt eine alarmierende Wendung, denn bereits jetzt wird die schlechteste Saison in der Vereinsgeschichte erlebt. Daniel Bauer, der Trainer, klammert sich an die Hoffnung, doch die Zeichen stehen schlecht.

Negativrekorde und desolate defensive

Negativrekorde und desolate defensive

13 Niederlagen nach 23 Spieltagen sind ein düsterer Vereinsrekord, der durch die 49 Gegentore noch weiter unterstrichen wird – nur Schlusslicht Heidenheim hat in dieser Saison mehr erhalten. Die Defensive ist das Hauptproblem: Wolfsburg hat ligaweit die meisten gegnerischen Torschüsse zugelassen (352) und erlitt auch bei zwölf Aluminiumtreffern der Gegner unglückliche Umstände. Die Schwächen in der Abwehr hätten in der Wintertransferphase behoben werden können, doch der teure Neuzugang Jonas Adjetey kam kaum zum Einsatz.

Fehlende verstärkung im winter

Die Transferperiode im Winter unter der Führung von Peter Christiansen und Pirmin Schwegler war enttäuschend. Trotz der Notwendigkeit, die Defensive zu verstärken, gelang es nicht, adäquate Spieler zu verpflichten. Die Verpflichtung von Jonas Adjetey für 10 Millionen Euro hat sich bisher nicht ausgezahlt, da er lediglich zwei Minuten Einsatzzeit sammeln konnte. Die fehlende Investition in die Abwehr verstärkt den Abstiegskampf zusätzlich.

Kreativlosigkeit in der zweiten halbserie

Die zweite Halbserie hat keine Trendwende gebracht. Der VfL konnte nur zwei von 18 möglichen Punkten holen. Besonders bitter ist, dass nach einer Führung bereits 23 Punkte verloren gingen – so viele wie kein anderes Team in dieser Bundesliga-Saison. Vier Remis und fünf Niederlagen nach Führung zeigen die Probleme bei der Konsequenz und dem Abschluss.

Individuelle fehler und elfmeter-misere

Ein weiteres Problem ist die fehlende Cleverness der Spieler, die sich in neun verursachten Elfmetern (sechs Fouls und drei Handelfmeter) widerspiegelt – ein neuer Vereinsrekord seit 2017/18. Konstantinos Koulierakis ist hier besonders hervorzuheben, da er bereits drei Elfmeter verursachte. Die hohe Anzahl an Elfmetern kostet wichtige Punkte und zeugt von Unachtsamkeit in der Defensive.

Ein lichtblick: amoura und die herausforderung stuttgart

Ein kleiner Lichtblick ist Mohamed Amoura mit seinen acht Treffern. Ansonsten sticht lediglich Dzenan Pejcinovic mit fünf Toren hervor. Am Sonntag steht das Duell gegen das Spitzenteam Stuttgart an. Nach dem Unentschieden von Heidenheim (3:3) gegen die Schwaben ist eine Überraschung nicht ausgeschlossen, doch die Wölfe müssen ihre Zweikampfhärte deutlich verbessern, da sie aktuell nur 49 Prozent ihrer Eins-gegen-eins-Duelle gewinnen.