Winterkehr: frühlingswärme flieht – kälte und schnee ziehen auf

Nach einem sonnigen Wochenbeginn bereitet eine drastische Wetterumdrehung Deutschland auf einen Rückschlag vor: Ab Mittwoch rollt eine Kaltfront herein, die nicht nur Schnee bis in tiefere Lagen bringt, sondern auch mit Frost und Glatteis droht. Die Wetterexperten warnen vor gefährlichen Bedingungen.

Wetterumschwung: von sonnenschein zu schneesturm

Wetterumschwung: von sonnenschein zu schneesturm

Der Montag verspricht noch mildes, frühlingshaftes Wetter mit bis zu 18 Grad. Doch schon ab Mittwoch ändert sich das dramatisch. Eine Kaltfront aus Westen bringt Wind und Regen, der sich schnell in Schneeschauer und örtlich auch in Gewitter mit Graupel verwandelt. Besonders betroffen könnten die Alpen sein, wo länger anhaltende Schneefälle möglich sind.

Die Temperaturen sinken merklich. In Nachtschattig-Bayern und Baden-Württemberg werden voraussichtlich bis zu -5 Grad erreicht. Die Straßen stellen eine Gefahr dar: Glatteisgefahr ist groß, rät Wetterexperte Karsten Brandt. „Unbedingt die Winterreifen aufziehen“, mahnt er.

Die Natur könnte ebenfalls unter dem Temperatursturz leiden: Bereits blühende Obstbäume sind anfällig für Frostschäden. Der Wandel ist abrupt. Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met warnt: „Der Umschwung kommt mit Macht.“

Auch am Donnerstag bleibt es wechselhaft mit Schnee-, Regen- und Graupelschauern. Oliver Reuter vom Deutschen Wetterdienst (DWD) prognostiziert typisches Aprilwetter. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und 11 Grad. Im Südosten wird es regnerisch, im Bergland schneit es.

Das Wochenende wird ebenfalls von wechselhaftem Wetter geprägt. Am Samstag gibt es im Südosten Regen, im Bergland Schnee. Sonst bleibt es meist trocken. Die Tiefsttemperaturen erreichen zwischen +4 und -4 Grad, in den Alpen sogar -7 Grad. Die Zeitumstellung auf Sommerzeit – und der damit verbundene Temperaturanstieg – bleibt angesichts dieser Wetterfront fraglich.

Dr. Karsten Brandt, Klimatologe und Geschäftsführer von Donnerwetter.de, betont die Notwendigkeit, sich auf die kommenden Bedingungen einzustellen. Dominik Jung, Diplom-Meteorologe und Geschäftsführer von Q.met, beobachtet die Entwicklung genau. Und Oliver Reuter, Meteorologe beim DWD, warnt vor den Gefahren des plötzlichen Temperatursturzes.

Die Wetterexperten sehen die Situation als deutliches Zeichen, dass der Frühling noch nicht ganz bereit ist, sich endgültig durchzusetzen. Die Kälte kehrt zurück, und mit ihr die Notwendigkeit, Vorsorge zu treffen.