Windows-Preise steigen: PC-Käufer müssen sich auf weitere Preiserhöhungen einstellen
Microsoft erhöht die Lizenzgebühren für Windows-Betriebssysteme deutlich. Hersteller, die Windows vorinstalliert auf neuen Computern anbieten, müssen ab Juli 2026 bis zu 10 Prozent mehr für Lizenzen zahlen. Diese Mehrkosten werden letztendlich die Kunden belasten, und kommen zu bereits stark gestiegenen Hardwarepreisen hinzu.
Massiver Preisanstieg ungewöhnlich hoch
Der Anstieg der Gebühren ist in den vergangenen Jahren ungewöhnlich stark. Bisher wurden die Gebühren meist nur geringfügig erhöht. Die Höhe der Lizenzgebühr hängt von der Ausstattung des Computers ab, insbesondere von der Prozessor-Klasse. Für Rechner mit leistungsstarken Core-i7-Chips fallen höhere Gebühren an als für Modelle mit Core i3 oder i5. Die genauen Preise halten Microsoft und die Hersteller geheim, frühere Schätzungen gingen von bis zu 50 Dollar pro Lizenz aus.

Preiserhöhungen bei Hardware verstärken die Belastung
Zusätzlich zu den gestiegenen Windows-Preisen sind auch die Preise für wichtige PC-Komponenten wie Arbeitsspeicher und SSDs deutlich angestiegen. Hersteller wie Asus verlangen bereits jetzt rund 30 Prozent mehr als Ende 2025. Die zusätzlichen Kosten für Windows verschwinden größtenteils in den höheren Gesamtpriesen der Geräte.

Weitere Preiserhöhungen erwartet
Branchenquellen aus Taiwan kündigen an, dass Asus und Acer für das dritte Quartal 2026 weitere Preiserhöhungen planen könnten, insgesamt um rund fünf Prozent. Microsoft hat die Preiserhöhung bisher nicht öffentlich begründet. Die PC-Branche ist bereits von sinkenden Verkäufen betroffen: Im zweiten Quartal 2026 gingen die weltweiten PC-Verkäufe bereits um vier Prozent zurück, für das Gesamtjahr wird ein Minus von mehr als elf Prozent erwartet.