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Warken unter druck: gesundheitsreform entfacht streit in thüringen

Mechterstädt (Thüringen) – Die jüngste Gesundheitsreform der Landesregierung unter Ministerin Nina Warken (CDU) hat in Thüringen für heftige Kontroversen gesorgt. Ein Bürgerdialog im kleinen Dorf Mechterstädt offenbarte eine wachsende Unzufriedenheit unter Ärzten und Krankenhausleitern.

alarmierende prognosen und kritik an der staatsverschuldung

Landärztin Dr. Annette Rommel, seit über 30 Jahren praktizierende Hausärztin und seit zwölf Jahren Kassenärztliche Vereinigung Thüringen, prangert die Sparmaßnahmen in der Reform scharf an. Ihr Hauptvorwurf: Das Gesetz schickt falsche Signale, indem es die Leistungsberechtigten überproportional belastet. Der ambulante Bereich soll 97 Prozent aller Behandlungsfälle übernehmen – ein unrealistischer Anspruch, der mit den derzeitigen finanziellen Mitteln kaum zu bewältigen ist. „Wir sprechen hier von 1,5 Millionen Arzt-Patienten-Kontakten im Jahr, und wir haben nur 16 Prozent der Kosten im Gesundheitswesen! Das ist reine Wahnsinn“, so Rommel.

Die Chefin der KV Thüringen betonte zudem, dass zeitnahe Termine zunehmend unmöglich werden würden, da die bisherigen Kapazitäten nicht mehr nachhaltig gewährleistet werden könnten. Ein deutlicher Hinweis auf die möglichen Konsequenzen der Reform.

<Strong>krankenhäuser drohen mit budget-schrumpfung</strong>

krankenhäuser drohen mit budget-schrumpfung

Auch Rainer Poniewaß von der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen warf Warken die Hand. Die Reform, so argumentierte er, stelle die Krankenhäuser vor eine massive Herausforderung: Bereits für 2027 drohen Kürzungen von 6 bis 7 Prozent im Budget, während gleichzeitig die Tarifkosten steigen. „Das ist ein offensichtlicher Widerspruch, wenn man von einer Verbesserung der Versorgung ausgeht“, mahnte Poniewaß. Die Situation ist alarmierend.“

Warken verteidigte ihre Politik mit Verweis auf einen Auftrag des Bundesrechnungshofs, der eine Anpassung der Finanzierung forderte. Sie betonte, dass die bisherige Anlage der Mittel zu Defiziten geführt habe, auch wenn die Ärzte dies abstreiten. Trotzdem bleibt die Stimmung angespannt. Die Gewerkschaftsvertreterin scharf kritisierte die Reform als