Vw-krise spitzt sich zu: gewinnbörste und milliardenverluste
Wolfsburg steht vor einer düsteren Zukunft. Volkswagen vermeldet einen massiven Einbruch des Gewinns – 28 Prozent weniger im ersten Quartal. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Krise ist ernster als zunächst angenommen.
Audi und porsche kämpfen mit absatzproblemen, der rest mit margenverlusten
Auto-Expertin Beatrix Keim analysiert: Die Schwäche bei Audi und Porsche liegt vor allem am Absatz, während der VW-Konzern in anderen Bereichen mit erheblichen Margenproblemen zu kämpfen hat. Das ist keine leichte Rechnung, die die Werksleitung zahlen muss.
Die Verkaufszahlen sind zwar hoch, aber die Gewinnmarge ist alarmierend gering. Der Druck aus China und den USA verschärft die Lage zusätzlich. Die Auslieferungen in Nordamerika sind zweistellig zurückgegangen, und in China verliert Volkswagen kontinuierlich Marktanteile, vor allem im Bereich der Elektromobilität.

Produktionsstopp für den id.4 kostet milliarden
Zusätzlich belasten hausgemachte Probleme die Bilanz. Der Produktionsstopp für das E-Auto ID.4 in den USA allein verursacht rund 0,5 Milliarden Euro Schaden. Zölle und hohe Umbaukosten tragen ebenfalls zur Verschlechterung der Zahlen bei.
Es ist eine komplexe Mischung aus Faktoren, die den Volkswagen-Konzern in eine schwierige Lage bringt. Die Neuausrichtung in den USA ist offenbar teuer und verzögert die Profitabilität.
Die Experten sehen wenig Hoffnung auf eine schnelle Trendwende. Die Frage ist, wie lange der Konzern diese Entwicklung noch abfedern kann, bevor die Krise zu einer existenziellen Bedrohung wird. Volkswagen muss dringend handeln, um die Profitabilität wiederherzustellen.
