Un-spiegel: usa drohen frankreich mit entzug der loyalität
New York – Die Sicherheitsratssitzung der Vereinten Nationen hat erneut für eine explosive Eskalation zwischen den USA und Frankreich gesorgt. In einem beispiellosen Eklat verließ die amerikanische Delegation mitten im Beratungsgespräch den Saal, als Frankreichs Botschafter Jérôme Bonnafont die Worte für seine Rede vortragen wollte.
Veto-streit eskaliert nach türk-wiederwahl
Der Vorfall ist das Ergebnis einer wachsenden Spannungen, die bereits Tage zuvor angefacht wurde: Die Wiederwahl des österreichischen Menschenrechtskommissars Volker Türk durch die Generalversammlung. Mit 144 Ja-Stimmen, nur zehn Gegenstimmen – darunter die der USA, Russlands, Nordkoreas und Nicaraguas – bestätigte die Versammlung Türk für eine weitere Amtszeit. Die Reaktion Frankreichs war prompt und scharf: Auf X (ehemals Twitter) warf die französische Delegation den USA Verrat an ihren eigenen Werten.
„Die USA waren einst ein Leuchtturm der Menschenrechte“, twitterte die Mission. „Heute stehen sie isoliert an der Seite von Nordkorea, Nicaragua und Russland. Und die Welt hört ihnen nicht mehr zu.“ Das mit dem Hashtag #AmericaAlone löste in den USA sofort Empörung aus.

Washington wütet: waltz wirft frankreich verrat vor
US-Botschafter Mike Waltz schlug öffentlich zurück und warf Frankreich vor, Menschenrechtsverletzer zu schützen, indem es Türk unterstützt. Er kritisierte die französische Politik als einseitig und anklagte Frankreich, regelmäßig demokratische Staaten wie Großbritannien und Israel zu attackieren, während es autoritäre Regime toleriert. Der Schlagabtausch erreichte seinen Höhepunkt, als die US-Vertreter während der Sitzung zum Ukraine-Krieg demonstrativ den Saal verließen, als Bonnafont sprechen wollte.
Der stellvertretende US-Botschafter Dan Negrea konterte mit der pauschalen Bezeichnung „verlogene Effekthascherei“. Er betonte, dass die USA während der französischen Redebeitrags die Sitzung verließen, um ihre Ablehnung der französischen Rhetorik deutlich zu machen. Es ist ein scharfer Bruch der diplomatischen Konvention, der die ohnehin fragwürdige Beziehung zwischen den Verbündeten weiter belastet.
