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Trump-regierung ignoriert warnungen vor angriff auf iran – ex-sicherheitsbeamter schockiert

Washington – Enthüllungen aus den inneren Kreisen der US-Sicherheitsbehörden: Der ehemalige Anti-Terror-Chef Joe Kent wirft der Trump-Regierung vor, kritische Stimmen zu den Luftangriffen auf den Iran ignoriert zu haben. Ein offener Diskurs habe es nicht gegeben.

Ex-sicherheitsbeamter wirft trump-administration mangelnde debatte vor

Ex-sicherheitsbeamter wirft trump-administration mangelnde debatte vor

Kent, der erst diese Woche zurückgetreten ist, äußerte sich in einem Interview mit dem umstrittenen Talkshow-Gastgeber Tucker Carlson. Viele wichtige Entscheidungsträger seien gar nicht erst dazu angehalten worden, ihre Bedenken vorzutragen. Stattdessen habe sich Trump auf einen eng gefassten Kreis von Beratern verlassen, so der Ex-Beamte. „Es gab keine echte Debatte“, betonte Kent.

Besonders brisant: Laut dem Ex-Beamten lagen keinerlei Geheimdienstinformationen über eine unmittelbare Bedrohung durch den Iran vor. Dennoch entschied sich die US-Regierung Ende Februar für den Militärschlag. „Das Letzte, was wir hätten tun sollen“, so Kent. Er erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen Israel. Er ist überzeugt, dass die israelische Regierung massiven Druck auf Washington aufgebaut habe, um die Entscheidung zu beeinflussen. Israel habe signalisiert, notfalls selbst zu handeln – und so die USA in eine Zwangslage gebracht. „Die Israelis haben diese Entscheidung vorangetrieben“, erklärte Kent.

Gleichzeitig warnt Kent vor den Folgen der Eskalation: Ein möglicher Nachfolger des Obersten Führer des Iran, Ayatollah Mojtaba Khamenei, werde „radikaler“ sein. Khamenei habe seiner Ansicht nach sogar verhindert, dass der Iran eine Atombombe entwickelt. Daher seine scharfe Kritik: „Aggressiv gegen den Ajatollah vorzugehen, war das Letzte, was wir hätten tun sollen.“

Die Aussagen deuten auf erhebliche Spannungen innerhalb der amerikanischen Regierung hin. Demnach gab es interne Zweifel an den Angriffen, die offenbar nicht durchdrangen oder kein Gehör fanden. Trump hatte bereits vor Kents Interview abweichende Einschätzungen zurückgewiesen und den Iran als „erhebliche Bedrohung“ bezeichnet. Kent begründete seinen Rücktritt damit, dass seine Einwände ignoriert worden seien. „Ich kann daran nicht guten Gewissens teilnehmen“, sagte er. Seine Aussagen werden die Debatte über den Iran-Kurs der USA weiter anheizen – auch innerhalb von Trumps politischem Lager.

Die Solidarität der iranischen Bevölkerung mit dem neuen Obersten Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei wurde in Zug demonstriert.

Die Äußerungen Kents werfen Fragen auf: War die Entscheidung für den Angriff auf den Iran eine Fehlkalkulation, getrieben von politischen Erwägungen und dem Druck israelischer Verbündeter? Die Antwort könnte weitreichende Folgen für die internationale Sicherheit haben.