Tragischer Tod der siamesischen Zwillinge Helena und Heloísa
Die beiden siamesischen Zwillinge Helena und Heloísa aus Brasilien sind im Alter von nur zwei Jahren verstorben. Die Mädchen, die am Kopf zusammengewachsen waren, überlebten die finale Trennungsoperation nicht. Nur Minuten nachdem der Chirurg verkündet hatte, dass die Zwillinge vollständig getrennt seien, erlitten beide Mädchen Herzstillstände.

Tragischer Tod der siamesischen Zwillinge Helena und Heloísa
Die 15-stündige Operation im Krankenhaus von Ribeirão Preto in Brasilien war ein gemeinsames Unternehmen von über 50 Ärzten und Spezialisten aus allen Abteilungen. Während des Eingriffs schwankten die Blutdruckwerte der Mädchen gefährlich, ein Zwilling hatte einen zu niedrigen, der andere einen zu hohen. Das Anästhesie-Team stabilisierte die Werte immer wieder, aber als die Kinder endgültig getrennt waren, verloren beide ihre Herzen.
Laut einem Chirurgen des medizinischen Teams waren die Kinder bereits vor der Operation sehr geschwächt. Sie hatten viele Lungenentzündungen, wurden künstlich ernährt und beatmet. Eine eigentlich schon früher geplante Trennung wurde verschoben, bis es den Mädchen besser ging. Trotzdem kam es anders als erhofft.
Die siamesischen Zwillinge Helena und Heloísa waren sogenannte Craniopagus-Zwillinge, eine sehr seltene Form, bei der die Mädchen am Kopf zusammengewachsen waren und Teile des Gehirns und wichtige Blutgefäße im Kopf teilten. Mit 1,5 Jahren wurden sie das erste Mal operiert. Dieser Eingriff sollte der letzte sein und ihnen ein getrenntes Leben ermöglichen. Die Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt.
Siamesische Zwillinge sind extrem selten – Schätzungen reichen von etwa einem Fall pro 50.000 bis 250.000 Geburten. Betroffen sind überdurchschnittlich oft Mädchen. Viele Fälle enden als Totgeburt oder kurz nach der Geburt. Weltweit erreichen nur 6 bis 8 Zwillingspaare pro Jahr das Alter für eine Trennungsoperation.