Tödlicher zugriff: 17-jährige nach litauen ausgeliefert – mordanklage gegen schulgirl

Die Polizei hat Angela M. (17) nach Litauen auslieferungsbereit gemacht. Kurz zuvor wurde sie wegen des brutalen Mordes an Onur Kaya (†17) in Castrop-Rauxel angeklagt. Ein Richter verhängte gegen die Jugendliche einen Haftbefehl. Die Mädchen, die sich als Flüchtling ausgab, hatte die Ermittler getäuscht.

Schockierende wendung: falsches geständnis als fluchtpferd

Nur wenige Wochen nach ihrer Festnahme in Litauen wurde Angela M. nach Deutschland gebracht. Der Richter konfrontierte sie mit den Vorwürfen, doch sie schwieg. Sie wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Auslieferung verlief überraschend schnell, da Angela kooperierte und die Überstellung zugestimmt hatte. Ihr Anwalt, Burkhard Kapteinat, bestätigte dies.

Handy-akten enthüllen die wahrheit

Handy-akten enthüllen die wahrheit

Die Ermittler hatten bereits in den letzten Tagen Experten des Landeskriminalamtes hinzugezogen, um das Handy von Angela M. auszuwerten. Dabei fanden sich Nachrichten, die ihre ursprüngliche Version des Tatabends widerlegten. Die Schülerin hatte zunächst behauptet, Onur habe sie sexuell bedrängt – diese Aussage erwies sich als Lüge. Die Polizei entdeckte sie, als sie versuchte, zu fliehen.

Fluchthender werden zur rechenschaft gezogen

Fluchthender werden zur rechenschaft gezogen

Wer Angela M. bei ihrer Flucht unterstützt hat, muss mit Strafanzeige wegen Strafvereitelung rechnen. Strafrechts-Expertin Ina Klimpke warnt: „Wer sich an der Flucht des Mädchens beteiligt, begeht eine Straftat.“ Die Mutter des Opfers hofft nun auf Aufklärung und Gerechtigkeit. Der Vater hatte gegenüber BILD betont, er wisse nichts von der Aufenthaltsort seiner Tochter. Die Kripo durchkämmte den Tatort bis in die Nacht.

Prozess in kürze: unter ausschluss der öffentlichkeit

Prozess in kürze: unter ausschluss der öffentlichkeit

Der Prozess gegen Angela M. wird voraussichtlich noch in diesem Jahr vor dem Landgericht Dortmund stattfinden. Da sie noch minderjährig ist, wird die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Familie von Onur Kaya wünscht sich nun die Wahrheit und Gerechtigkeit. Der Anwalt Burkhard Benecken bezeichnete das Geständnis als „Lügenmärchen“ und forderte die Aufdeckung der wahren Umstände.

Fazit: ein tragischer fall mit weitreichenden folgen

Die Ereignisse in Castrop-Rauxel sind erschütternd. Der Fall von Angela M. und Onur Kaya verdeutlicht die Gefahren des Vertrauensmissbrauchs und die Notwendigkeit, Täuschungsversuche aufzudecken. Die Justiz wird nun die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Die Tathergötung steht noch aus.