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Tankregelung in deutschland: österreichs erfahrung mahnt – preisanstieg droht

Berlin – Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) setzt den Streit um die Tankpreise fort und plant eine neue Regelung, die Tankstellen künftig nur noch einmal täglich um 12 Uhr eine Preisanhebung erlaubt. Das Vorbild: Österreich. Doch die dortige Maßnahme hat nicht den erhofften Effekt.

Österreichs preisanstieg nach dem ukraine-krieg – eine warnung?

Österreichs preisanstieg nach dem ukraine-krieg – eine warnung?

Seit Beginn des Krieges im Iran sind die Kraftstoffpreise in Österreich um 13 Prozent (Super) und 23 Prozent (Diesel) gestiegen – der zweithöchste Anstieg innerhalb der EU. Deutschland liegt mit 14 Prozent (Super) und 25 Prozent (Diesel) knapp dahinter. Die neue Regelung in Deutschland soll die Preise stabilisieren, doch Experten bezweifeln, dass dies tatsächlich gelingt.

Michael Böheim vom Wifo, der das Tankmodell vor über 15 Jahren mitentwickelte, betont: „Der primäre Sinn der Regelung ist die Schaffung von Transparenz, nicht die Dämpfung von Preisen.“ Es mangelt an umfassenden Untersuchungen, ob die Maßnahme tatsächlich preisdämpfend wirkt. Die Tankstellen sollen die Preise nur einmal täglich ändern dürfen, um Autofahrern eine bessere Vergleichsmöglichkeit zu bieten.

Wirtschaftsprofessor Manuel Frondel vom RWI Essen warnt vor negativen Folgen: „Es ist zu befürchten, dass Autofahrer am Ende sogar mehr bezahlen müssen, da die Mineralölkonzerne die einmalige Erhöhung nutzen, um ihre Einnahmen abzusichern.“ Die neue Regelung könnte also kontraproduktiv sein.

Die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Preise in Deutschland ist somit fraglich. Während Österreich eine Preisanhebung nach dem Krieg erlebt hat, scheint die neue Regelung in Deutschland nicht die Lösung zu sein, die die Verbraucher sich erhoffen.

Die Entscheidung der Bundesregierung wird nun intensiv diskutiert – und die Auswirkungen auf die Bürger werden wahrscheinlich spürbar sein.