Süßkartoffel vs. kartoffel: ernährungsexperte enthüllt die wahrheit

Orange oder gelb – beide Gemüse sind fester Bestandteil unserer Ernährung. Doch welcher Knollenfrüchte ist tatsächlich gesünder? Ein Ernährungswissenschaftler wirft Licht auf die Unterschiede und enthüllt, was Sie wirklich wissen müssen.

Die überraschende wahrheit über süßkartoffeln und kartoffeln

Süßkartoffeln, auch Bataten genannt, sind in der Regel deutlich größer als herkömmliche Kartoffeln und zeichnen sich durch ihren süßeren Geschmack aus. Ein entscheidender Vorteil: Sie können roh verzehrt werden, während Kartoffeln ungekocht giftige Substanzen enthalten. Die Süßkartoffel hat ihre Wurzeln in Europa bereits im 16. Jahrhundert, doch erst vor Kurzem erfreut sie sich als Trendprodukt wachsender Beliebtheit. Doch stimmt es wirklich, dass sie eine gesündere Alternative darstellt?

Die Kalorienwerte sind unterschiedlich: 100 Gramm Kartoffel liefern durchschnittlich 71 Kilokalorien, während Süßkartoffeln mit rund 86 Kilokalorien etwas mehr Energie bieten. Der Hauptgrund dafür liegt im höheren Zuckergehalt der Süßkartoffel – etwa 20 Prozent bestehen aus Kohlenhydraten, darunter mehr als vier Gramm Zucker. Kartoffeln hingegen enthalten lediglich rund 15 Gramm Kohlenhydrate, wobei weniger als ein Gramm Zucker enthalten ist. Ein Plus für Süßkartoffeln ist der höhere Gehalt an B-Vitaminen, Vitamin A und Beta-Carotin.

Die stärke der kartoffel – und das geheimnis der süßkartoffel

Die stärke der kartoffel – und das geheimnis der süßkartoffel

Ein besonderes Feature der Kartoffel ist die resistente Stärke. Diese entsteht beim Abkühlen und senkt den Kaloriengehalt um etwa 10 Prozent – selbst bei späteren Kochvorgängen. Es ist wichtig zu wissen, dass die glykämische Last nicht so relevant ist, wie oft behauptet wird. Laut Professor Dr. Worm von FITBOOK besteht die Kartoffel vor allem aus Wasser und Stärke. Die Unterschiede in der glykämischen Last sind gering und gesundheitlich kaum von Bedeutung. Die Zubereitung ist entscheidend. Frittierte Kartoffeln oder Süßkartoffeln verlieren einen Großteil ihrer wertvollen Nährstoffe.

Letztendlich ist es wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Vorerkrankungen zu berücksichtigen. Ob Kartoffeln oder Süßkartoffeln besser geeignet sind, hängt von Ihrem Lebensstil ab. Die Wahl der Zubereitung – gekocht, gebacken oder frittiert – beeinflusst maßgeblich den Nährwert beider Knollen.