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St. pauli: rückfall in die alte form – gladbach krallt sich 0:2 durch

Gladbach sænkte St. Pauli in Hamburg mit 2:0 und verstärkte die Sorgen des Abstiegskandidaten. Die Leistung der Kiezkicker war enttäuschend, besonders angesichts der spielerischen Überlegenheit des Gegners. Die Niederlage wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Unsicherheit im Team von Trainer Alexander Blessin.

Kapitän Jackson Irvine sprach offen über die Probleme: „Wir sahen aus wie das weiche Team, das wir vor Monaten waren.“ Er kritisierte die fehlende Energie, Körpersprache und Überzeugung. Die Mannschaft hatte zwar in der Hinrunde eine negative Serie hinter sich, hatte sich zuletzt gegen Bremen, Hoffenheim und Frankfurt stabilisiert. Doch gegen Gladbach fehlte die nötige Entschlossenheit.

Komplizierte angriffe und fehlende leidenschaft

Komplizierte angriffe und fehlende leidenschaft

Innenverteidiger Hauke Wahl bestätigte die Kritik: „Im letzten Drittel waren wir viel zu kompliziert. Wir versuchten den schönen Pass, anstatt den Ball nach außen zu verlagern und zu flanken.“ Ein entscheidender Fehler von Joel Fujita, der in der 27. Minute eine Großchance vergab, unterstrich die mangelnde Präzision.

Die Analyse des Spiels war einklagend. Neben individuellen Fehlern wurde auch die fehlende Leidenschaft und Konzentration bemängelt. „Wir hatten gute Momente, aber auch viele schwache Pässe“, räumte Wahl ein. Trotz der Enttäuschung zeigte sich der Innenverteidiger zuversichtlich für die Zukunft: „Wir haben in dieser Saison schon oft aufgestanden und werden das auch jetzt tun.“

Vor dem nächsten Heimspiel gegen Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr, DAZN) mahnte Irvine zur Vorsicht: „Wenn wir nicht in den Zweikämpfen stark sind und präsent auf dem Platz stehen, wird es ein harter Tag.“ Die Niederlage in Gladbach ist ein Weckruf für St. Pauli, der nun die nötige Stabilität finden muss, um den Klassenerhalt zu schaffen.