Skandal in berlin-neukölln: jugendzentrum wutzkyallee – missbrauchsvorwürfe verschärfen die krise
Neukölln ist erschüttert: Die Enthüllungen um das Jugendzentrum Wutzkyallee reißen nicht ab. Seit über einem Jahr häufen sich Berichte über sexuelle Übergriffe, die die Frage nach der Verantwortung der Stadt und der Sicherheit junger Menschen aufwirfend.

Nach sexuellem missbrauch: jugendzentrum wutzkyallee bleibt im fokus
Schon seit Februar 2025 meldeten Mädchen unerwünschte Berührungen und Küsse. Die Reaktion des Bezirks war zögerlich. Statt einer sofortigen Lösung wurde lediglich eine Fortbildung für das Personal angekündigt, die dann kurzfristig abgesagt wurde – angeblich wegen Krankheit. Nur zeitweise wurden Hausverbote verhängt, doch im selben Jahr kam es zu einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer 16-jährigen Schülerin. Im Januar eskalierte die Situation, als eine Gruppe junger Männer, überwiegend arabischer Herkunft, eine weitere Jugendliche in einem Hinterzimmer attackierte.
Die Situation spitzt sich zu: Die CDU fordert den Rücktritt der zuständigen Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke). Sie steht im Verdacht der Strafvereitelung im Amt, nachdem das Jugendamt trotz des Wunsches des Opfers keine Anzeige erstattet hat. Die Schwester des Opfers hat die Schule gewechselt, nachdem die Tätergruppe versucht hatte, sie zu Treffen zu bewegen. Die Familie leidet unter den Ereignissen.
Doch das ist nicht alles: Auch das Jugendzentrum Wildhüterweg in Neukölln wurde geschlossen. Begründet wird dies mit der Versetzung des Einrichtungsleiters und der fehlenden Nachfolge. Kritiker bemängeln, dass es dort kein Kinderschutzkonzept gab. Es gab jedoch keine Berichte über sexuelle Vorfälle. Die Schließung wirft Fragen nach der Qualität der Jugendarbeit in dem Bezirk auf.
„Das Jugendamt hat die Ausflüchte der Jugendstadträtin Lügen gestraft“, kritisiert AfD-Fraktionschef Markus Oegel. Bürgermeister Martin Hikel (SPD) muss die Jugendstadträtin umgehend suspendieren. Die Familie des Opfers leidet. Die kleine Schwester (14) hat auf Wunsch der Eltern die Schule gewechselt. Die Tätergruppe hatte versucht, sie zu Treffen zu bewegen, so ein Protokoll.
Die Ermittlungen laufen. Doch eines ist klar: Das Vertrauen in die Strukturen der Jugendhilfe in Berlin-Neukölln ist massiv erschüttert.