Sebastian bezzel über elternschaft, pubertät und seine eigene teenagerzeit
Die älteren: ein film über die nächste lebensphase
Berlin – Regisseur Sönke Wortmann (66, „Der Vorname“) nimmt mit seinem neuen Film „Die Älteren“ die Herausforderung an, die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern nach der Pubertät zu beleuchten. Der Film, eine Fortsetzung von „Das Pubertier“, basiert auf den Bestsellern von Jan Weiler (58) und hat bereits rund 200.000 Zuschauer begeistert. Es geht um die Frage, ob die Pubertät wirklich der Tiefpunkt der Eltern-Kind-Beziehung ist oder ob erst danach die eigentlichen Herausforderungen beginnen.

Sebastian bezzel in der hauptrolle: parallelen zum eigenen leben
In „Die Älteren“ schlüpft Sebastian Bezzel (54) in die Hauptrolle. Der Schauspieler, der durch die „Eberhofer“-Krimis ein Millionenpublikum begeistert, findet viele Parallelen zu seinem eigenen Leben in der Rolle. Am 13. August 2026 wird der 10. Film der Reihe, „Steckerlfischfiasko“, in die Kinos kommen, und Bezzel ist weiterhin als Kult-Duo mit Simon Schwarz (55) zu sehen.

Familienleben mit teenagern: ein balanceakt
Sebastian Bezzel und seine Frau Johanna Christine Gehlen (55) haben zwei Kinder im Teenager-Alter. Wie sieht das Familienleben zu Hause aus? „Grundsätzlich läuft alles sehr gut“, so Bezzel gegenüber BILD. „Bei den Themen Zimmer, Wäsche und Geschirr aufräumen herrscht noch Optimierungsbedarf.“ Er betont, dass Liebe und Konsequenz die wichtigsten Faktoren sind, um mit pubertierenden Kindern umzugehen.

Kommunikation und konsequenz: der schlüssel zur elternschaft
Bezzel rät zu offener Kommunikation: „Miteinander reden und bei manchen Themen (siehe Wäsche und Zimmer aufräumen) mantra-artiges Wiederholen der Forderungen.“ Er betont auch die Bedeutung von Ritualen für Kinder, aber auch die Notwendigkeit von entspannten Momenten: „Es ist schon wichtig, dass Kinder ihre Rituale haben, aber es gibt eben auch die Tage, wo einfach nur abgehangen wird.“

War die pubertät früher anders?
Die Frage, ob die Pubertät früher einfacher war, verneint Sebastian Bezzel entschieden. „Nein, das glaube ich nicht. Kinder haben heutzutage wesentlich mehr zu sagen und das ist meist auch gut so. Viele Eltern begegnen ihren Kindern heute mehr auf Augenhöhe.“ Er sieht sich jedoch weiterhin als Papa und nicht als besten Kumpel.
Bezzels eigene pubertät: ein ganz normaler teenager
Zurückblickend beschreibt Sebastian Bezzel seine eigene Pubertät als „ganz durchschnittlich“. Er wuchs in Garmisch-Partenkirchen auf und lebt heute in Hamburg. „Ich war ein ganz durchschnittlicher pubertierender Teenager, mit den üblichen Merkmalen wie schlechter Stimme, schlechtem Geschmack bei Klamotten, schlechter Laune – aber nur den Eltern gegenüber – und schlechter Haut. Das übliche halt.“