Schockfall mallorca: ex-schauspieler gibt ex-frau identitätsdiebstahl vor

Mallorca – Ein erschütterndes Geständnis erschüttert die deutsche Filmszene. Collien Fernandes (44) wirft ihrem Ex-Mann, dem Schauspieler Christian Ulmen (50), jahrelangen Identitätsdiebstahl und erhebliche psychische Schäden vor. In einem Artikel im Spiegel und auf Instagram enthüllt sie Details, die eine Beziehung in ein düsteres und verstörendes Licht rücken.

Ex-mann gab sich online als frau aus und verbreitete gefälschte bilder

Laut Angaben der Schauspielerin gab Ulmen sich über Jahre hinweg im Internet als seine damalige Ehefrau aus und führte sexuelle Chats mit anderen Männern in ihrem Namen. Dazu kommen Vorwürfe der Verbreitung manipulierter Fotos und Videos von Fernandes. Die Anschuldigungen führten zu einer Anzeige und einer Ermittlung der spanischen Staatsanwaltschaft auf Mallorca, wo beide leben.

Ulmens Anwalt reagierte auf die Berichterstattung des Spiegel mit rechtlichen Schritten und bezeichnete die Darstellung als rechtswidrig aufgrund unzutreffender Tatsachen und einseitiger Schilderung. Die Trennung des Paares, das einst als Traumpaar galt und eine Tochter (13) hat, erfolgte im September des vergangenen Jahres.

Unterstützung für fernandes wächst – kritik an digitalen übergriffen

Unterstützung für fernandes wächst – kritik an digitalen übergriffen

Die Enthüllungen lösten eine Welle der Unterstützung in den sozialen Medien aus. Prominente wie Anika Decker, Düzen Tekkal und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sprachen sich öffentlich für Fernandes aus und forderten härtere Strafen für Täter und eine Änderung des Umgangs mit digitalen Übergriffen. Rhein betonte, dass sexualisierte Gewalt jede Frau treffen könne und forderte eine Beweislastumkehr für Internet- und Social-Media-Plattformen.

Auch Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert zeigte sich solidarisch und betonte, dass die Scham, die Betroffene oft empfinden, endlich eine Seite wechseln müsse. Schauspielerinnen wie Gesine Cukrowski sprachen von einem „ganzen System“ und der Notwendigkeit, digitale Gewalt ernst zu nehmen. Susan Sideropoulos, ebenfalls Schauspielerin, äußerte sich sprachlos und sandte Fernandes eine virtuelle Umarmung.

Fernandes selbst soll Ulmen im Weihnachtsfest 2024 unter Druck gesetzt haben, zu gestehen, hinter gefälschten Fotos im Netz zu stecken. Bisher gaben weder Fernandes noch Ulmen selbst eine Stellungnahme ab. Sein Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen den Spiegel an.

Die Geschichte wirft ein Schlaglicht auf die Schattenseiten der digitalen Welt und die weitreichenden Folgen von Identitätsdiebstahl und Cybermobbing. Sie ist ein Mahnmal dafür, dass die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zunehmend verschwimmen – und dass die Konsequenzen für die Betroffenen oft verheerend sind. Die Reaktion der Öffentlichkeit zeigt, dass die Zeit des Schweigens vorbei ist.

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