Schock in Chicago: 56 Leichen in Bestattungsinstitut entdeckt
Chicago (USA) – Bei einer Razzia haben Beamte in einem Bestattungsinstitut in Chicago die sterblichen Überreste von 56 Menschen entdeckt. Die Toten waren ungekühlt gelagert, teilweise bereits verwest und von Maden und Ratten befallen.
Erstäheilung: Erbärmliche Bedingungen
Die zuständige Aufsichtsbehörde beschreibt die vor Ort herrschenden Bedingungen als „erbärmlich“. Anwohner hatten sich bereits vor Monaten über einen bestialischen Gestank beklagt. Erst am Donnerstag rückten Vertreter der Stadt Chicago an.

Identifizierung und Aufklärung
Die Leichen wurden dem gerichtsmedizinischen Institut übergeben. Dort werden die sterblichen Überreste untersucht und Unterlagen zur Identität der Verstorbenen sowie Sterbeurkunden gesichtet. Die Identifizierung der Toten und die Benachrichtigung der Angehörigen könnten mehrere Tage dauern.

Hintergrund: Probleme mit dem Bestatter-Paar
Hinter dem Bestattungsinstitut stehen Johanna und Clark Morgan. Clark Morgan hatte 2024 seine Bestatterlizenz verloren, ein Krematorium, das er gemeinsam mit Johanna Morgan betrieb, wurde ein Jahr später geschlossen. Zudem wurden Asche von verbrannten Leichen gefunden, die nicht an die Familien geschickt wurden. Die Lizenz von Johanna Morgan wurde ebenfalls entzogen. Die beiden Ex-Bestatter sitzen aktuell nicht in Haft.

Angehörige betrauern Verlust
Latasha Johnson, die vor Kurzem ihre Mutter über das Institut beerdigen ließ, äußerte sich schockiert: „Mein Herz ist gebrochen.“ Sie wurde von den Behörden aufgefordert, sterbliche Überreste zu identifizieren.