Schlimmes chaos anlässlich des wm-opener in mexiko-stadt
Während sich im Aztekenstadion vor 82.000 Zuschauern und Millionen Fernsehzuschauern weltweit das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika abspielte, eskalierte außerhalb des Stadions ein bedrohliches Szenario. Circa 2000 Demonstranten, einige davon vermummt, fanden sich vor Tor 8 der Arena zusammen, um ihre Forderungen gegenüber der mexikanischen Regierung und der Weltöffentlichkeit zu artikulieren.
Radikale lehrergewerkschaft fordert rentenreform
Die Teilnehmer waren hauptsächlich Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE, die für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform protestierten. Sie beharrten darauf, dass die Regierung ihre Forderungen nicht ernst genug nimmt. Dieses dramatische Ereignis steht in krassem Kontrast zu den jubelnden Szenen im Stadion, wo die Menge sich im Rausch der Fußballbegegnung einließ.

Angehörige von vermissten fordern schnelle ermittlungen
Zusätzlich marschierten Angehörige von Vermissten aus dem mexikanischen Drogenkrieg vor dem Stadion, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Sie forderten schnellere Ermittlungen und Gerechtigkeit für ihre Familienmitglieder. In Mexiko sind etwa 130.000 Menschen als vermisst registriert, viele davon wurden vermutlich Opfer organisierter Kriminalität.
Die Polizei musste eingeschaltet werden, um die Demonstranten zu disziplinieren. Es gab Berichte über den Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken. Als Reaktion auf die Unruhen wurden die nahegelegenen U-Bahn-Stationen vorübergehend geschlossen. Die Behörden erklärten, die Situation sei unter Kontrolle gebracht worden.
