Russische spionage im visier: festnahmen im fall drohnenlieferungen

Karlsruhe – Ein Schlag gegen russische Geheimdienstaktivitäten: Die Bundesanwaltschaft hat zwei Personen festgenommen, die im Auftrag eines russischen Geheimdienstes eine Person in Deutschland ausspioniert haben, die Drohnen für die Ukraine beschafft.

Ausspähung im namen moskaus: festnahmen in nrw und spanien

Ausspähung im namen moskaus: festnahmen in nrw und spanien

Die rumänische Staatsbürgerin Alla S. wurde in Rheine (Nordrhein-Westfalen) von der Polizei festgenommen. Der ukrainische Staatsbürger Sergey N. wurde in Elda/Alicante (Spanien) verhaftet. Beide beschuldigten Personen stehen im Verdacht, für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Die Wohnungen der Verdächtigen wurden durchsucht.

Sergey N. soll seit Dezember 2025 im Auftrag eines russischen Geheimdienstes eine Person in Deutschland ausgespäht haben, die Drohnen und Komponenten in die Ukraine liefert. Er sammelte Informationen online und fertigte Aufnahmen vom Arbeitsplatz des Opfers an. Nach seinem Umzug nach Spanien übernahm Alla S. ab März 2026 seine Arbeit. Sie filmte die Adresse der Zielperson mit ihrem Mobiltelefon. Die Ausspähaktionen dienten vermutlich der Vorbereitung weiterer Operationen gegen diese Person.

Die Ermittlungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz durchgeführt. Die Polizei in Bayern ist für die Ermittlungen zuständig. Die Festnahme von Alla S. wird am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Die Vorführung von Sergey N. erfolgt nach seiner Überstellung aus Spanien.

Die Intensität der russischen Spionageaktivitäten gegen die Unterstützung der Ukraine nimmt weiter zu. Dieser Fall zeigt, wie der Krieg auch im Bereich der Technologie und Logistik ausgetragen wird. Die Festnahmen sind ein deutliches Signal, dass die deutschen Behörden solche Aktivitäten nicht tolerieren werden.