Pokémon-chip für 76.000 euro: ein snack schreibt geschichte!

New Jersey – Ein Knabbersnack hat gerade die Welt der Sammler in Atem gehalten: Ein Cheetos-Chip in Form des Pokémon Glurak wurde für die astronomische Summe von 87.840 Dollar (rund 76.000 Euro) versteigert und katapultierte sich damit in das Guinness-Buch der Rekorde. Die Geschichte hinter diesem ungewöhnlichen Sammlerstück ist so kurios wie der Chip selbst.

Ein glitzernder fund mit pokémon-charme

Ein glitzernder fund mit pokémon-charme

Der Chip, liebevoll „Cheetozard“ getauft – eine clevere Kombination aus der Marke Cheetos und dem Pokémon-Namen Charizard – ist demnach ein Flamin’ Hot Käse-Mais-Chip, der zufällig die Form des beliebten Drachen-Pokémon angenommen hat. Der Finder, Paul Bartlett, stieß auf den Chip bei einer Online-Auktion und erwarb ihn für vergleichsweise günstige 350 Dollar. Was folgte, ist der Stoff, aus dem Sammler-Legenden sind.

Die Auktion bei Goldin Auctions, einem Unternehmen, das zum Ebay-Konzern gehört, zog 60 Gebote an, die von einem Startpreis von 250 Dollar anstiegen. Der Chip war auf einer speziell angefertigten Pokémon-Karte befestigt und in einer transparenten Sammelbox versiegelt – ein Detail, das seinen Wert zusätzlich steigerte. Die Popularität des „Cheetozard“ explodierte Ende 2024 auf Social-Media-Plattformen, was das Interesse an dem ungewöhnlichen Objekt weiter anheizte.

Die Versteigerung selbst war ein Spektakel. Dem Bericht zufolge wurde der Chip ursprünglich zwischen 2018 und 2022 von „1st & Goal Collectibles“ entdeckt und konserviert. Der vorherige Besitzer, Paul Bartlett, hatte ihn auf Ebay gefunden und für lediglich 350 Dollar erworben. Der anschließende Verkauf für 76.000 Euro stellt einen Gewinn von unglaublichen 25.000 Prozent dar – eine Rendite, die selbst erfahrene Investoren vor Neid erblassen lässt.

Ken Goldin, der stolz das Guinness-Zertifikat für den Pokémon-Chip präsentierte, betonte die Einzigartigkeit des Fundes. „Es ist ein außergewöhnliches Ereignis, wenn ein alltäglicher Snack zu einem so wertvollen Sammlerstück wird“, so Goldin. Die Geschichte des „Cheetozard“ zeigt, dass selbst die kleinsten und unscheinbarsten Dinge zu enormen Werten aufsteigen können, wenn sie die richtige Kombination aus Seltenheit, Nostalgie und Popkultur-Bezug aufweisen.

Doch es gibt auch eine politische Randbemerkung. Erst kürzlich gab es Kontroversen, als Pokémon auf eine politisch aufgeladene MAGA-Post des Weißen Hauses reagierte, ohne deren Zustimmung. Dieser Vorfall wirft Fragen nach der Balance zwischen der Nutzung von Markenrechten und der politischen Neutralität auf, die ein Unternehmen wie Pokémon wahren muss.

Die Aufnahme des „Cheetozard“ in das Guinness-Buch der Rekorde für 2026 ist ein Beweis für die wachsende Bedeutung von Sammelobjekten und die grenzenlose Begeisterung für Pokémon. Die Geschichte dieses Käse-Mais-Chips wird noch lange in den Annalen der Popkultur widerhallen. Es bleibt abzuwarten, ob weitere ungewöhnliche Snacks dem Beispiel folgen und ebenfalls in den Fokus der Sammler geraten werden.