Pferdeflüsterer Monty Roberts gestorben: Eine Legende verabschiedet sich

Die Pferdewelt trauert: Monty Roberts, der wohl berühmteste Pferdeflüsterer der Welt, ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Roberts starb am Samstag auf seiner Farm in Kalifornien, umgeben von seiner geliebten Familie, insbesondere seiner Ehefrau Patricia, die ihm bis zum letzten Atemzug zur Seite stand. Sein Tod markiert das Ende einer Ära im Umgang mit Pferden.

Ein Leben zwischen Stuntman und Mustang-Treibjagd

Monty Roberts war weit mehr als nur ein Pferdeexperte. Sein Lebensweg begann bereits 1943 als Stuntman in Hollywood, wo er für die verletzte Elizabeth Taylor bei den Dreharbeiten zu „National Velvet“ einsprang. Später trieb er wilde Mustangs in Nevada zusammen, studierte ihre Körpersprache und feierte Erfolge im Rodeo-Sport. Diese Erfahrungen bildeten die Grundlage für seine revolutionären Trainingsmethoden.

Roberts' gewaltfreie Herangehensweise, die er im Gegensatz zu rabiaten Methoden bevorzugte – er betonte stets: „Ich würde ein Pferd niemals so anfassen!“ – veränderte die Pferdewelt nachhaltig. Millionen Pferdefreunde auf der ganzen Welt profitierten von seinem Wissen und seiner Expertise, die er über Jahrzehnte hinweg teilte.

Die Queen und der „Pferdeflüsterer“

Die Queen und der „Pferdeflüsterer“

Seine Fähigkeiten und sein Charisma beeindruckten auch Königin Elisabeth II., die ihn 1989 einlud, seine Methoden an ihren Pferden vorzuführen. Daraus entwickelte sich eine langjährige Freundschaft, die in Roberts' Ernennung zum Mitglied des Royal Victorian Order im Jahr 2011 gipfelte. Eine Auszeichnung, die seine Verdienste um den Pferdesport würdigte.

Inspiriert sein Leben den Film „Der Pferdeflüsterer“ mit Robert Redford? Roberts selbst bestätigte dies einst stolz, obwohl der Buchautor Nicholas Evans diese Behauptung später bestritt. Unbestritten ist jedoch, dass Roberts' Philosophie des respektvollen Umgangs mit Pferden einen tiefgreifenden Einfluss auf die Branche hatte. Seine Stimme schweigt nun für immer, doch sein Vermächtnis wird in der Pferdewelt weiterleben. Die Zahl der Menschen, die von seinen Methoden profitiert haben, wird auf Millionen geschätzt – ein Beweis für die nachhaltige Wirkung eines Mannes, der die Beziehung zwischen Mensch und Pferd neu definierte.