Minnesota: politikerin wirft tarantel in wohnung – inspiration durch 'kevin – allein zu haus'

Saint Paul, Minnesota – Eine erschreckende Eskalation eines Mietstreits hat in den USA für Aufsehen gesorgt. Eine Politikerin wurde wegen schwerer Beleidigung, Körperverletzung und ungebührlichen Verhaltens verurteilt, nachdem sie eine lebende Tarantel in die Wohnung ihrer Mieterin warf.

Der bizarre vorfall: ein film als motiv

Die 32-jährige Marisa Simonetti, eine bisher unbekannte Persönlichkeit in Minnesota, hatte ihre Kellerwohnung in Edina, nahe Minneapolis, an Jacklyn V. vermietet. Der Konflikt zwischen den beiden Frauen eskalierte schnell, als V. um Schädlingsbekämpfung bat, die Simonetti jedoch ablehnte. Anstatt das Problem zu lösen, griff Simonetti zu drastischen Mitteln, inspiriert vom Kultfilm „Kevin – Allein zu Haus“.

Laut eigenen Angaben hatte Simonetti die Szene im Film, in der Macaulay Culkins Charakter eine Spinne auf einen Einbrecher krabbeln lässt, als Inspiration für ihre Tat genutzt. „Ich habe als Kind den Film ‚Kevin – Allein zu Haus‘ gesehen und dachte mir: ‚Das ist ja eine seltsame Situation‘“, gestand Simonetti dem US-Sender NBC. Sie behauptete, sie habe aus Angst vor einem Streit die Tarantel besorgt.

Der Streit um Schädlinge eskalierte am 21. Juni 2024. Während V. sich auf eine juristische Prüfung vorbereitete, soll Simonetti mit Töpfen und Pfannen gegen die Tür geschlagen haben. Gemeinsam mit einem Mann brach sie schließlich die Tür zur Kellerwohnung auf. Die erschreckte Studentin filmte die Szene mit ihrem Laptop.

Die Situation eskalierte, als Simonetti Müll die Treppe hinunterwarf und lautstark „Spinnenplage!“ rief, bevor sie einen Plastikbehälter mit einer lebenden schwarzen Tarantel auskippte. V. rief die Polizei.

Polizei findet mehr als nur eine spinne

Polizei findet mehr als nur eine spinne

Die Polizei fand neben der lebenden Tarantel auch Stecknadeln, Reißnägel und Nägel auf den Stufen verteilt, sowie den Inhalt eines Terrariums. Die Tat stellt eine schwerwiegende Körperverletzung dar, die die Mieterin in Angst und Schrecken versetzte.

Vor Gericht gab Simonetti zu, dass sie sich darüber geärgert habe, dass V. nicht ausziehen wollte. Sie gestand auch, die Tarantel extra in einer Tierhandlung gekauft zu haben. Das Bezirksgericht Hennepin County verurteilte sie am 13. März 2026 wegen Belästigung, Körperverletzung und ungebührlichen Verhaltens. Das Strafmaß wird am 1. Mai verkündet.

Die Tat wirft Fragen nach den Grenzen der Reaktion auf Mietstreitigkeiten auf. Die Staatsanwaltschaft fordert eine hohe Strafe, um andere Mieter vor solchen Eskalationen zu schützen. Die Verurteilung von Marisa Simonetti ist ein deutliches Signal: Ein Film kann zwar inspirieren, aber niemals eine Rechtfertigung für kriminelles Verhalten sein.

Die Polizei fand Stecknadeln, Reißnägel, Nägel – und eine lebende Tarantel, die sich bewegte. Außerdem war der Inhalt eines Terrariums auf den Stufen verteilt.

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