Lum explodiert: hertha-talent nach em-finale im rampenlicht

Boris Mamuzah Lum, das U19-EM-Urgestell und frischgebackener Vize-Europameister, ist plötzlich überall. Nach einer hart erkämpften Rückkehr, inklusive Knieverletzung im April und Abitur-Prüfung, gibt der 18-Jährige Gas – und das für Hertha BSC.

Der junge mann, der alles auf einmal verlangte

Trainer Stefan Leitl ist sich der enormen Belastung bewusst. „Er ist ein Spieler, der immer spielen will“, erklärt Leitl. „Wir müssen offen mit ihm sprechen, denn vor der EM gab es eine schwere Verletzung. Wir haben darüber gesprochen, ob er 45 Minuten gehen konnte.“ Eine Phase, die sich als äußerst erfolgreich erwies.

Die Minuten auf dem Platz zeigten deutlich: Lum ist ein Spieler mit Potenzial, aber auch mit Bedarf an Kontrolle. Leitl mahnt zur Vorsicht: „Wir müssen immer wieder in die Belastungssteuerung und schauen, dass wir ihm Pausen geben oder auch mal on top nach dem Training noch etwas draufpacken, damit er uns nicht in irgendeine Verletzung hineinläuft.“

Von der regionalliga zum em-finale

Von der regionalliga zum em-finale

Die Entwicklung des jungen Mannes ist beeindruckend. Von sechs Einsätzen in der Profiteam und 15 Spielen in der Regionalliga bis hin zum Stammplatz bei der U19-EM – Lum hat in kurzer Zeit enorme Fortschritte gemacht. Das Finale gegen Spanien (0:2) war ein offenes Zeichen für seine Qualität, auch wenn die Niederlage schmerzte.

Leitl sieht das licht

Leitl sieht das licht

Trotz der Vorsicht sieht Leitl die Stärken von Mamuzah Lum. „Man hat seine Stärken heute gesehen. Diese Ballgewinne, dieses Nachverteidigen auf einem wirklich guten Niveau.“ Die kommenden Testspiele werden entscheidend sein, um die Spielfortsetzung auf diesem Level zu gewährleisten. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, um ihn fit und leistungsbereit zu halten. Die Fans dürfen gespannt sein, ob sich das Talent tatsächlich zu einem Schlüsselspieler für Hertha entwickeln kann – und wie schnell.“n