Karls welt plant riesiges resort mit sternwarte – milliardeninvestition für brandenburg

Elstal (Brandenburg) – Die Erdbeer-Dynastie um Robert Dahl plant ein ambitioniertes Projekt, das die Region nachhaltig verändern könnte: Das Unternehmen „Karls Erlebnis-Dorf“ in Elstal, westlich von Berlin, will bis 2035 ein gigantisches Resort mit fünf Themenhotels und 250 Ferienhäusern auf dem Gelände der ehemaligen Löwen-Adler-Kaserne errichten. Die Investition soll im dreistelligen Millionenbereich liegen.

Der Masterplan für „Karls Welt“ ist bereits fertiggestellt. Robert Dahl, der seit zehn Jahren das brachliegende Areal neben dem bestehenden Karls Erlebnis-Dorf besitzt, erhielt 2024 die Baugenehmigung. „Wir wollen einen Urlaubsort schaffen, an dem es sich lohnt, mehr als einen Tag zu bleiben. Wir wollen Gäste aus ganz Europa anziehen“, so Dahl gegenüber der BILD.

Mehr als nur erdbeeren: ein ganzes universum entsteht

Mehr als nur erdbeeren: ein ganzes universum entsteht

Das Projekt umfasst nicht nur Unterkünfte, sondern auch zahlreiche Attraktionen. Ein Wasserpark namens „Karls Planschtheater“ und das „Mieze Schindler“-Hotel, benannt nach Dahls Lieblings-Erdbeersorte, sind bereits in Planung. Das Highlight: Ein 1000-Sterne-Resort mit eigener Sternwarte auf dem Dach, die den Blick auf die Döbritzer Heide freigibt. Dahl betont die Bedeutung der Sternwarte: „Ich finde es faszinierend, ins Weltall zu schauen. Aber man geht viel zu selten in die Sternwarte, was schade ist.“ Die Region ist ideal für eine Sternwarte, da sie wenig Lichtemission aufweist.

Parallel zur Erweiterung in Elstal plant Dahl auch weitere Ausbauten in anderen Karls Erlebnis-Dörfern. So soll der „Bibi-und-Tina“-Freizeitpark ab dem 1. Juli 2027 eröffnet werden. Zudem werden sieben ausgemusterte Straßenbahnen aus Rostock zu Hotelzimmern umgebaut.

Die Expansion geht sogar noch weiter: Das Unternehmen plant, ausrangierte Straßenbahnen in Hotelzimmer zu verwandeln. Bis kommenden Jahr sollen bereits 650 Übernachtungsplätze an diesem Standort fertiggestellt sein.

Die Entwicklung des Geländes, das während der NS-Zeit als Wehrmachtstandort diente und nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Armee genutzt wurde, ist ein bemerkenswerter Wandel. Was einst ein „Lost Place“ war, wird zum neuen Urlaubsziel.

Robert Dahl, der bereits 2025 vor dem „Karls Bande“-Hotel in Döbeln zu sehen war, setzt mit diesem Projekt ein starkes Zeichen für die regionale Wirtschaft. Die Investition in „Karls Welt“ wird voraussichtlich Hunderte von Arbeitsplätzen schaffen und die touristische Infrastruktur in Brandenburg deutlich verbessern. Die Entscheidung für die Sternwarte zeigt zudem eine ungewöhnliche Vision, die die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Wissenschaft aufgreift.