Jens spahns sohn: leihmutterschaft in den usa
CDU-Politiker Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke sind Vater geworden - dank einer Leihmutter in den USA. Das Paar veröffentlichte ein Foto mit ihrem Baby auf Instagram, aber sie gaben nur wenige Details über ihren Weg zum Kind preis.

Leihmutterschaft in den usa: ein teures geschäft
Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, daher weichen viele Paare ins Ausland aus. Die USA, Kanada und Georgien sind die beliebtesten Ziele. Doch das Ganze kostet: Bis zu 200.000 Euro müssen die Eltern in die Hand takern.
Die Eltern suchen zunächst einen deutschen Anwalt für internationales Familienrecht, der klären muss, wer nach deutschem Recht als Mutter/Vater gilt und ob die ausländische Geburtsurkunde in Deutschland anerkannt wird. Oft muss das Kind auch noch adoptiert werden.
Dann suchen sich die künftigen Eltern eine Agentur, die Kontakt zu lizenzierten Kinderwunschkliniken in den USA hat. Hier müssen viele Dinge geregelt werden: Kosten, medizinische Standards, Versicherung der Leihmutter, psychologische Beratung, Rücktrittsrechte usw.
Sind sich alle Parteien einig und kommt der Vertrag zustande, wird im Labor ein Embryo erzeugt und der Leihmutter eingesetzt. Nach der Geburt übergibt sie das Kind an die Wunscheltern.
Das Baby von Spahn und Funke ist in den USA geboren - und dort gilt das Geburtsortsprinzip: Wer in den USA geboren wird, ist US-Bürger. Das US-Außenministerium teilt dazu mit: Die Staatsangehörigkeit gilt auch, wenn Eltern nur vorübergehend oder sogar ohne regulären Status in den USA sind. Gut für Spahn: Wenn mindestens ein Elternteil deutsch ist, erwirbt das Kind grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt, so das Bundesverwaltungsamt.
Leihmutterschaft ist längst ein globales Milliardengeschäft. Nach einem Bericht der UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Mädchen wurde der weltweite Markt 2023 auf rund 15 Milliarden US-Dollar geschätzt. Den größten Teil der Zahlungen erhalten dabei nicht die Leihmütter selbst, sondern Agenturen, Kliniken und Anwälte. Das Geschäft mit Leihmutterschaften läuft vor allem in den USA. Doch auch Mexiko, Kolumbien und Griechenland sind beliebte Ziele.
