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Iranischer machthabender: gesundheitskrisen und geheime ehen – ein skandal im schatten des krieges

Teheran – Ein düsteres Kapitel der iranischen Machtelite wird nun öffentlich. Laut diplomatischen Quellen litt der designierte Nachfolger des verstorbenen Ober-Ajaatollahs Ali Chamenei, der Sohn des dessen Sohn Mostafa Chamenei, unter schweren gesundheitlichen Problemen, die ihn mehrfach ins Krankenhaus brachten. Die Details sind schockierend und werfen ein neues Licht auf die Privatsphäre der iranischen Führung.

Geheime behandlungen und ein staatsgeheimnis: die ungewöhnlichen wege des mullah

Die Informationen, die von der „New York Post“ aufgedeckt wurden, basieren auf geheimen US-Diplomatenberichten, die WikiLeaks Ende der 2000er-Jahre veröffentlichte. Demnach unterzog sich Chamenei mindestens vier Behandlungen in Londoner Kliniken, nachdem ihm und seiner Frau nach langer Ehe die Empfängnis eines Kindes schwerfiel.

Die Therapie des Hardliners beinhaltete ungewöhnliche Methoden. Nach zwei Monaten „Übung“ soll er seine Frau schwängern konnten. Ein schiitisch-muslimisches Gesetz ermöglicht es einer Frau, die Scheidung zu fordern, wenn ihr Mann seine ehelichen Pflichten nicht erfüllt – Impotenz ist dabei ein akzeptierter Grund. Die Familie drängte ihn offenbar, Kinder zu zeugen.

Doch die Geschichte nimmt eine noch überraschendere Wendung: Sowohl Mostafa Chamenei als auch seine Frau sowie seine Mutter sollen bei dem israelischen Angriff in Teheran getötet worden sein, der mit seinem Vater erfolgte. Die Therapie des Mullah beinhaltete offenbar auch die Einhaltung von „Zeit-Ehen“, einer Praxis, die im schiitischen Iran legal ist. Diese notariell beglaubigten Ehen, die zwischen einer Minute und 99 Jahren dauern können, erlauben Männern sexuelle Beziehungen, auch wenn sie weit von ihren Ehefrauen entfernt sind – die Partnerinnen werden dafür entschädigt.

Imamin Seyran Ateş, Islam-Expertin und Frauenrechtlerin, erklärt, dass diese Praxis im Iran im Gegensatz zu vielen anderen islamischen Ländern wie Saudi-Arabien, wo sie als Prostitution gilt, weiterhin erlaubt ist. „Sie ist gängige Praxis in deutschen Bordellen“, so Ateş. Oftmals werden Frauen dazu bewegt, sich kurzfristig zum Islam zu bekehren, um eine solche Ehe einzugehen.

Die Schicksale der Beteiligten werfen Fragen über die Glaubwürdigkeit und Transparenz der iranischen Führung auf. Was für eine Zukunft erwartet das Land, wenn seine Führung selbst von persönlichen Krisen und geheimen Praktiken überschattet ist?