Iphone-sicherheitslücke: malware „darksword“ gefährdet nutzerdaten

Sicherheitsexperten warnen vor einer neuen Angriffsmethode, die iPhones mit iOS 18.4 bis 18.7 bedroht. Ein einziger Klick auf einen manipulierten Link kann Schadsoftware installieren und sensible Daten entwenden.

Darksword: malware nutzt safari-schwachstelle

Darksword: malware nutzt safari-schwachstelle

Die Sicherheitsfirmen Google Threat Intelligence Group (GTIG), Lookout und iVerify haben die Malware „Darksword“ untersucht. Der Angriff erfolgt über den Apple-Browser Safari. Nutzer müssen lediglich auf einen gefälschten Link in E-Mails, Chats oder Webseiten klicken, um infiziert zu werden.

Laut „Wired“ betrifft die Schwachstelle noch rund 300 Millionen Geräte. Auffällig ist die Vorgehensweise: Im Gegensatz zu klassischen Spyware-Programmen löscht sich „Darksword“ nach kurzer Zeit, um Spuren zu verwischen. Gefährdet sind vor allem Nachrichten, E-Mails, Passwörter, Fotos, Kontakte, Termine sowie Gesundheits- und Standortdaten. Auch Zugangsdaten zu Krypto-Wallets könnten abfließen.

Mehrere Hacker-Gruppen setzen die Malware ein. Seit November soll „Darksword“ bei Angriffen in der Ukraine, Saudi-Arabien, der Türkei und Malaysia zum Einsatz gekommen sein. Einige Täter sollen aus Russland stammen.

Apple hat die Sicherheitslücke inzwischen mit den iOS-Updates iOS 26.3.1 und iOS 18.7.3 behoben. Nutzer sollten umgehend auf die neueste Version aktualisieren (Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate). Wer ein älteres Gerät besitzt, kann das Update nicht installieren und sollte den Blockierungsmodus aktivieren (Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit).

Das Ende für ältere iPhones: Apple hat zudem die Reparatur und Ersatzteilversorgung für das iPhone XS und älter eingestellt. Das bedeutet, dass Nutzer dieser Geräte nicht mehr offiziell unterstützt werden.

Die Geschwindigkeit, mit der sich diese Bedrohung ausbreiten kann, zeigt die Notwendigkeit, Sicherheitsupdates ernst zu nehmen. Die Kombination aus einer einfachen Angriffsweise und den umfangreichen Daten, die „Darksword“ stehlen kann, macht diese Sicherheitslücke zu einer ernstzunehmenden Gefahr.