Hannover 96: kornetka vor dem derby – und rangnick im schatten

Hannover 96 steht vor einem wichtigen Test: Im Nordderby gegen den SV Braunschweig muss sich der neue Trainer Lars Kornetka beweisen. Nur eine Woche nach der Entlassung seines Vorgängers Heiner Backhaus ist der 48-jährige, bisher eher unbekannte Kornetka gefordert. Und zwar nicht nur, weil der Klassenerhalt in der Bundesliga oberste Priorität hat, sondern auch, weil er parallel als Co-Trainer von Ralf Rangnick in der österreichischen Nationalmannschaft und bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko fungiert.

Kornetka will ruhe vor dem sturm

Kornetka will ruhe vor dem sturm

Der Trainer zeigte sich gelassen: „Wir haben uns gut vorbereitet und erwarten eine gute Mannschaft. Wir gehen mit breiter Brust in das Spiel.“ Kornetka ist sich der Bedeutung des Derbys bewusst, betont aber, dass Punkte holen wichtiger sind als Prestige. Er verweist auf seine Erfahrungen als Videoanalyst beim FC Schalke und seine Teilnahme an Derbys gegen den BVB. „Das Nordderby ist aber etwas Besonderes.“

Die Stimmung in der Eintracht soll Kornetka dabei helfen. Er erwartet eine enthusiastische Atmosphäre, die die Mannschaft tragen kann. Denn nach zwei Spielen ohne Sieg drängt die Zeit, um die Aufstiegspläne nicht zu gefährden. Der Erfolg im Derby wäre zwar ein zusätzlicher Bonus, doch Kornetka möchte sich nicht auf solche Spekulationen einlassen. Stattdessen konzentriert er sich auf die unmittelbaren Aufgaben: „Wir wollen Punkte holen und die Klasse halten.“

Die Entscheidung für Kornetka ist mehr als nur eine Trainerwechsel. Er übernimmt ein Team, das unter Druck steht, und dessen Zukunft eng mit der des einflussreichen Ralf Rangnick verbunden ist. Ob er die Erwartungen erfüllen kann, wird sich zeigen – aber eines ist sicher: Das Derby gegen Braunschweig wird ein wichtiger Schritt für Hannover 96.