Handball-zoff in flensburg: hannover packt aus und träumt von hamburg
Ein jähes Feuerwerk brach im Handball-European-League-Duell zwischen SG Flensburg und TSV Hannover-Burgdorf aus. Die Niedersachsen kassierten eine klare 39:39-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel – und müssen sich fragen, wo der Weg nach Hamburg führt.
Platzwunde und platzverweis sorgen für rote karten
Die Partie war von Beginn an intensiv und von einem offenen Schlagabtausch geprägt. August Pedersen brillierte für Hannover mit elf Treffern und entlarvte damit den Flensburger Abwehrverbund. Schon in der 21. Minute war es ein Schreckmoment, als Simon Pytlick Hannes Feise mit einem kraftvollen Wurf an die Schläfe schlug. Ein kurzer Ausflug in die Nervosität, der aber schnell vergessen war, als die Betreuerteams rasch eingriffen.

Flensburgs patzer – eine bittere pille
Für die Gastgeber war es ein deutliches Zeichen, dass die Strategie nicht aufgegangen war. Trainer Ales Pajovic hatte vor dem Spiel mit einem Sieg um fünf Toren angestrebt, doch am Ende des Abends wäre er vermutlich mit einem einfachen Punkteteilung zufrieden gewesen. Die Gäste lieferten eine konzentrierte Leistung und waren in vielen Spielsituationen dem Favoriten eben eine Klasse überlegen. Die 60 Minuten waren ausgeglichen, doch die Niederlage ist ein harter Rückschlag für den Final Four-Traum in Hamburg.

Rückspiel in hannover – die entscheidung steht an
Während die TSV am kommenden Dienstag in Hannover das Rückspiel bestreitet, hat Flensburg die Gelegenheit, sich auf den Kampf um den Gruppensieg in der Liga zu konzentrieren. Das Spiel gegen Magdeburg wurde coronabedingt verschoben. Es bleibt abzuwarten, ob Flensburg den Rückschlag in Flensburg kompensieren kann und in Hannover die Oberhand gewinnen wird. Die Ausgangslage ist klar: Die Entscheidung liegt in Hannover.
Die Niederlage gegen Hannover ist ein deutliches Signal: Flensburg muss ihre Defensivarbeit deutlich verbessern, um in der European League bestehen zu können. Der Weg nach Hamburg ist noch lang, aber die Fans dürfen nicht aufgeben.