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Gevelsberg: polizei sucht vierten verdächtigen im fall der entführung – bewaffnet?

Gevelsberg. Eine Woche nach der gewaltsamen Entführung eines jungen Mannes fahndet die Polizei nun nach einem vierten mutmaßlichen Täter. Die Suche konzentriert sich auf einen Mann, der den 21-Jährigen gemeinsam mit Komplizen in ein Fahrzeug zerrte. Das Opfer wurde erst Stunden später verletzt freigelassen.

Nach schlägerei eskaliert geiselnahme

Nach schlägerei eskaliert geiselnahme

Die Ermittlungen im Ennepe-Ruhr-Kreis (Nordrhein-Westfalen) drehen sich um die Frage, wer der vierte Beteiligte an der Geiselnahme war. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, die Person anzusprechen oder festzunehmen.

Der Vorfall begann am 12. März auf dem Parkplatz des „XXL-Garagenpark“ im Ruhrgebiet. Ein Streit zwischen dem 21-jährigen Opfer und seinem älteren Bruder (34) eskalierte mit drei Männern, die behaupteten, Schulden aus einem früheren Autoverkauf nicht beglichen gesehen zu haben. Laut Informationen der BILD forderten sie vom 34-jährigen Bruder 15.000 Euro.

Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf Schüsse in die Luft verhallten. Die Täter überwältigten den jüngeren Bruder, verletzten ihn mit einem Messer und zerrten ihn in ein Auto. Erst nach etwa dreieinhalb Stunden wurde der 21-Jährige verletzt freigelassen.

Die Polizei konnte kurz darauf drei Männer im Alter von 30, 32 und 34 Jahren festnehmen. Gegen den 34-jährigen wurde Untersuchungshaft angeordnet, der 30-Jährige wurde unter Auflagen freigelassen. Ein dritter Verdächtiger konnte ohne direkte Beteiligung entlassen werden.

Die Polizei beschreibt den gesuchten Mann als etwa 1,72 Meter groß, 75 Kilogramm schwer, mit kräftiger, athletischer Statur und trug zur Tatzeit eine schwarze Basecap. Besonders besorgniserregend: Es besteht der Verdacht, dass er bewaffnet sein könnte. „Nach derzeitigem Stand könnte der Mann im Besitz einer scharfen Schusswaffe sein“, so ein Polizeisprecher. Zeugen werden dringend gebeten, sich zu melden.

Warum erst jetzt nach diesem vierten Verdächtigen gesucht wird, bleibt unklar. Die veröffentlichten Fotos sollen nun zur Identifizierung beitragen. Die Polizei betont: „Die Polizei warnt ausdrücklich davor, die Person anzusprechen oder eigenständig festzuhalten.“

Die Gewalttaten in Gevelsberg zeigen, wie schnell Streitigkeiten eskalieren können – und welche gefährlichen Folgen das haben kann. Die Suche nach dem vierten Verdächtigen ist ein Zeichen dafür, dass die Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen sind.

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