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Gelbe karten nach champions-league-drama? kimmich und olise vor sperre

München – Die Champions-League-Partie in Bergamo könnte für Joshua Kimmich und Michael Olise Konsequenzen nach sich ziehen. Beide Bayern-Stars erhielten im Achtelfinal-Hinspiel gegen Atalanta jeweils die dritte Gelbe Karte aufgrund von übermäßigem Zeitspiel. Das könnte zu einer Sperre im Rückspiel führen – und gefährdet die Hoffnungen auf ein Weiterkommen.

Zeitspiel als riskantes manöver?

Zeitspiel als riskantes manöver?

Die Entscheidung der UEFA hängt nun von einer möglichen Untersuchung ab. Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe bezweifelt, dass die beiden Spieler der Sperre entgehen. „Kimmich und Olise droht eine längere Sperre als nur ein Spiel“, so Gräfe. Die Situation ist heikel: Bei einem Spielstand von 6:0 ist das Zeitspiel besonders auffällig. Während Olise nach einem Eckball in der 77. Minute früh die Gelbe Karte erhielt, versuchte Kimmich, vor einem Freistoß Zeit zu gewinnen. Yunus Musah von Atalanta reagierte darauf mit einem Foul und erhielt ebenfalls die Gelbe Karte.

Kimmich rechtfertigte sein Vorgehen mit der Behauptung, er wolle nicht ins Pressing spielen und habe mehr Zeit gebraucht, um sich zu positionieren. „Ich glaube, wenn der (Yunus Musah) nicht durchdreht, dann gibt es auch keine Gelbe Karte“, erklärte der Kapitän. Gräfe sieht darin jedoch einen schwachen Versuch. „Die Begründung von Kimmich war ein guter Versuch und clever formuliert, aber die Uefa wird sich die Bilder anschauen und feststellen, dass der Ball am Anfang gut spielbar war…“ Die Argumentation dürfte daher nicht überzeugen.

Das Szenario erinnert an Sergio Ramos, der 2019 eine Zwei-Spiele-Sperre erhielt, weil er sich absichtlich eine Gelbe Karte absollte. Die norwegische Schiedsrichterin Espen Eskas hat in seinem Spielbericht keine auffälligen Einträge gemacht, doch das ändert nichts an der möglichen Konsequenz. Die UEFA selbst wollte sich auf Anfrage nicht zu einem Verfahren äußern, bestätigte aber, dass bei gemeldeten Vorfällen Verfahren eingeleitet werden.

Die Bayern-Spieler könnten Glück haben, wenn die UEFA die besten Spieler für die entscheidenden Spiele im Viertelfinale gegen Real Madrid oder Manchester City benötigt. Doch die UEFA lässt sich nicht so leicht blenden. Die Entscheidung liegt nun bei der Disziplinarkommission – und die Zeit drängt.

Die Konsequenz ist klar: Selbst bei einem Sieg im Rückspiel könnten Kimmich und Olise im Viertelfinale fehlen. Ein bitterer Verlust für Bayern München.

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