Folterkeller in gera: berliner kurierfahrer stundenlang gefoltert – racheaktion es motiv?
Gera (Thüringen) – Ein entsetzlicher Fall aus Gera schockiert: Der 40-jährige Kurierfahrer Izet A. wurde in einem Keller mehr als fünf Stunden gefoltert, gefesselt an einem Bürostuhl. Der Vorfall vom 31. Dezember 2024 wirft ein düsteres Licht auf eine bizarre Racheaktion, in die der unbeteiligte Fahrer hineingezogen wurde.

Stundenlange qualen: folter im keller von gera
Der Berliner Kurierfahrer Izet A. wurde mit Lkw-Spanngurten an einem Ledersessel gefesselt, erlitt Schläge, wurde mit eiskaltem Wasser übergossen und mit dem Tod bedroht. Sein Peiniger, Abdulrahman M. (31), rauchte währenddessen Shisha. Das Motiv dieser Grausamkeit blieb lange unklar, bis das Gericht im Prozess in Gera die Wahrheit ans Licht brachte: Izet A. war zur falschen Zeit am falschen Ort und geriet in einen Strudel aus Rache und persönlicher Verletzung.
Abdulrahman M. und seine drei Komplizen, alle aus Syrien stammend, stehen seit Ende Februar vor dem Amtsgericht Gera. Ihnen wird Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. M. wurde wegen dieser Delikte verurteilt.
Ein Video, das während des Prozesses gezeigt wurde, dokumentierte die Demütigungen und die Folter. Der gefesselte Fahrer wird mit Wasser übergossen, zitternd vor Kälte. Im Hintergrund sagt M.: „Sehr schön. Hast du gelernt?“ Der verletzte Izet A. wimmerte: „Was habe ich gemacht?“ Das Video sollte M. an seine Frau geschickt worden sein.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Streit um den Preis von Fliesen, die Abdulrahman M. gekauft hatte, es auf die Ehre seiner Frau brachte. Die Frau von Abdulrahman M. soll beleidigt worden sein, woraufhin er Rache schwören wollte. Der Kurierfahrer wurde Opfer dieser blinden Wutausbruch.
Das Gericht urteilte: Abdulrahman M. verbüßt zwei Jahre Haft auf Bewährung, das Opfer erhielt 8.000 Euro Schmerzensgeld. Die drei Mitangeklagten, die für M. arbeiteten, erhielten jeweils ein Jahr auf Bewährung, da das Gericht ihnen vorwarf, hätten sie hätten Stunden gehabt, um einzugreifen. Das Opfer leidet bis heute unter den psychischen Folgen.
Abdulrahman M., bereits vorbestraft wegen Betrugs und Fahrens ohne Führerschein, räumte die Tat ein und zahlte dem Opfer 8.000 Euro Schmerzensgeld. Richter Siegfried Christ mahnte ihn, froh zu sein, nicht drei Jahre Haft erhalten zu haben. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Tat zeigt auf erschreckende Weise, wie schnell persönliche Konflikte eskalieren können und welche verheerenden Folgen das haben kann.
Die Verurteilungen sind mehr als nur ein Urteil; sie sind eine Mahnung an die Zerbrechlichkeit der menschlichen Würde und die Notwendigkeit, Gewalt in jeder Form zu bekämpfen. Das Opfer wird sich lange von dieser Erfahrung erholen müssen – ein Preis, der für die Täter kaum zu begreifen sein dürfte.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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