Fichtner verpasst sensation knapp: sechs sekunden bleiben die entscheidende hürde
Kontiolahti – Dramatische Biathlon-Momente in Finnland: Marlene Fichtner verpasste beim Weltcup-Massenstart in Kontiolahti die Medaille, verpasste eine Sensation nur hauchdünn. Sechs Sekunden trennten sie von Rang drei.

Biathlon-juwel fichtner kämpft sich nach patzern zurück – simon gewinnt
Die 22-jährige von Ruhpolding zeigte eine starke Leistung und belegte im 12,5-Kilometer-Massenstart den vierten Platz. Nach einem vielversprechenden Einzelresultat als Fünfte lieferte sie sich ein packendes Rennen, das jedoch von einem Fehlwurf im ersten Schießen überschattet wurde. Fichtner fiel zwischenzeitlich auf den 26. Platz zurück, kämpfte sich aber eindrucksvoll nach vorne.
„Es war einfach nur traumhaft zu laufen. Ich habe versucht, bei mir zu bleiben und mutig an die Sache heranzugehen. Ich bin sehr stolz, dass es so gut geklappt hat“, so Fichtner im ZDF. Die Siegprämie ging an die dreifache Olympiasiegerin Julia Simon, die trotz eines Schießfehlers die französische Athletin vor Elvira Öberg und Anna Magnusson distanzierte.
Auch für andere deutsche Athletinnen gab es solide Ergebnisse: Vanessa Voigt erreichte den Zwölften Platz, Selina Grotian den 15., und Janina Hettich-Walz den 17. Für Voigt entwickelte sich im Verlauf des Rennens eine heikle Situation: In einer Abfahrt wurde sie im Mittelfeld eingeengt und kollidierte mit der Französin Lou Jeanmonnot. Beide Athletinnen stürzten, blieben aber unverletzt und konnten das Rennen fortsetzen, verloren jedoch dadurch zehn bis 15 Plätze.
Die beiden Athletinnen blieben im ersten Liegendschießen fehlerfrei. Voigt kämpfte sich noch zurück auf den 12. Platz. Der Weltcup in Kontiolahti geht mit der Männer-Staffel am Samstag weiter, danach folgen der Männer-Massenstart und die Frauen-Staffel. Für Fichtner bleibt die Hoffnung auf einen großen Erfolg.