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Feldhamster-zucht in leipzig: hoffnungsschimmer für bedrohte art

Leipzig – Hoffnung keimt auf für den Feldhamster, der in vielen Teilen Deutschlands bereits zum Aussterben verurteilt ist. Seit 2022 setzt der Zoo Leipzig verstärkt auf Zuchtprogramme, um die Population der kleinen Nagetiere wieder aufzubauen – und die ersten Erfolge sind da.

Zuchtprojekt in sachsen: 265 jungtiere sollen 2025 ausgewildert werden

Zuchtprojekt in sachsen: 265 jungtiere sollen 2025 ausgewildert werden

Das sächsische Landesumweltamt hat bekannt gegeben, dass die Auswilderung der Feldhamster in Nordsachsen auch 2025 fortgesetzt wird. Insgesamt sollen dann 265 Jungtiere in zwei speziell vorbereiteten Feldern in die Freiheit entlassen werden. Bereits 226 Tiere fanden 2024 ihren Weg in die sächsische Landschaft.

Das EU-geförderte Projekt, an dem der Zoo Leipzig, das Landesumweltamt, der Bergzoo Halle und der Zoo Berlin beteiligt sind, ist ein wichtiger Baustein im Artenschutz. Die Auswilderungsflächen werden sorgfältig bewirtschaftet, und die ersten ausgewilderten Tiere haben bereits Nachwuchs getragen. Die Zuchtbemühungen laufen erfolgreich.

Die Situation für den Feldhamster ist ernst: In Bundesländern wie Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist die Art bereits verschwunden. Das Bundesamt für Naturschutz kann die genaue Anzahl der Tiere nicht beziffern. Das Projekt in Sachsen ist eines von drei großen Zuchtprogrammen in Deutschland, neben Initiativen in Metelen (Nordrhein-Westfalen) und Heidelberg (Rhein-Neckar-Region).

Die Kosten für das sechsjährige Projekt belaufen sich auf 12,2 Millionen Euro, von denen 75 Prozent durch die Europäische Union finanziert werden. Die restlichen Kosten teilen sich das Land Sachsen, der Zoo Leipzig und der Landkreis Nordsachsen.

Die Zusammenarbeit zwischen niederländischen und deutschen Züchtern ist dabei von besonderer Bedeutung. Gemeinsam versuchen sie, die Population des bedrohten Feldhamsters zu stabilisieren. Eine erfolgreiche Rettung, die aber noch lange nicht abgeschlossen ist.