Eu setzt neue standards für smartphones: wechselbare akkus werden verlangt
Die Europäische Union plant, ab 2027 in ihrem Hoheitsbereich Smartphones mit wechselbaren Akkus zu erzwingen. Derzeit gibt es jedoch keine erkennbaren Anzeichen, dass Hersteller wie Apple und Samsung diese Anforderungen erfüllen wollen.

Wechselbare akkus sind teuer und aufwendig zu ersetzen
Die EU will so Elektroschrott vermeiden, aber die großen Hersteller scheinen an dieser Idee nicht interessiert zu sein. Weil viele Akkus im Smartphone fest verklebt sind, ist der Austausch aufwendig und teuer.
Stattdessen können Hersteller Alternativen wie langlebige Akkutechnik einsetzen. Die EU hat festgelegte Vorgaben für die Leistung von Akkus: Nach 500 Ladezyklen sollten mindestens 83 Prozent ihrer Kapazität verbleiben, nach 1000 Zyklen dürfen nur noch 80 Prozent verbleiben. Wenn ein Akku diese Anforderungen erfüllt, gilt er als ausreichend nachhaltig für den EU-Markt.
Obwohl die EU die Hersteller auffordert, wechselbare Akkus zu entwickeln, sind die meisten aktuell verfügbaren Smartphones bereits staubdicht und können 30 Minuten Wasserbad in einer Tiefe von einem Meter aushalten. Darüber hinaus haben Hersteller bei der Batteriemanagement- und Lade-Technik große Fortschritte gemacht.
Das bedeutet, dass viele derzeit verfügbaren Handys bereits 1000 Ladezyklen bei minimalen Verlusten erreichen. Dies gilt insbesondere für Mittel- und Oberklasse-Smartphones. Deshalb ist es kaum zu erwarten, dass neue Geräte mit wechselbarem Akku auf den Markt kommen.