Epstein-files: opfer erneut traumatisiert – datenlecks sorgen für neue gefahr
Die Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Files hat eine neue Welle des Schmerzes ausgelöst. Überlebende des Serienverbrechers Jeffrey Epstein sehen sich erneut mit traumatischen Erfahrungen konfrontiert, nachdem sensible persönliche Daten öffentlich gemacht wurden.

Datenleck gefährdet überlebende
Das US-Justizministerium hatte im Januar drei Millionen Seiten im Zusammenhang mit dem Jeffrey-Epstein-Skandal veröffentlicht. Die „Epstein-Files“ enthielten Ermittlungsberichte, Kontaktdaten und mutmaßliche Opfer. Dabei wurden jedoch schwere Datenschutzfehler aufgedeckt. Während viele Passagen zensiert wurden, blieben Namen und sensible Informationen über einige der Betroffenen sichtbar.
Klägerinnen werfen dem Justizministerium vor, etwa hundert Überlebende des verurteilten Sexualstraftäters geoutet zu haben, indem sie persönliche Daten veröffentlichten. Die US-Regierung räumte den Fehler ein und zog die Dokumente zurück. Doch die Daten sind im Internet weiterhin auffindbar – über Suchmaschinen und KI-generierte Inhalte.
Die Folgen für die Überlebenden sind verheerend. Sie berichten von Anrufen, E-Mails und Drohungen. Einige werden fälschlicherweise beschuldigt, mit Epstein in Verbindung zu stehen. „Ihm gefiel die Angst in unseren Augen“, zitiert eine der Opfer in einem Fernsehinterview.
Der Multimillionär Jeffrey Epstein wurde 2008 wegen sexueller Übergriffe an Minderjährigen verurteilt. Nach einer umstrittenen Bewährung wurde er 2019 erneut festgenommen. Wenige Wochen später wurde er tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden – laut offiziellen Angaben ein Suizid. Die Freilassung der Files hat die Vergangenheit wieder aufgerüttelt und die Opfer erneut in ein Netz aus Angst und Verfolgung gestürzt. Die Verantwortung für diese neue Belastung liegt klar bei der verantwortlichen Behörde.
