Elefanten-abschied: tierpfleger verabschiedet sich nach 25 jahren von seinen dickhäutern
Halle (Sachsen-Anhalt) – Tränen und ein Abschied für das Leben von Zootierpfleger Norman Hase (46). Nach mehr als 25 Jahren muss er sich von seinen Elefanten verabschieden. Ein emotionaler Moment, der für den Hallenser tiefgreifend ist.

Sieben tattoos als bleibende erinnerung
Hase hat sich bereits sieben Tattoos mit insgesamt 12 Dickhäutern stechen lassen – eine körperliche Manifestation seiner besonderen Bindung zu den Tieren. "Ich brauche kein Elefantengedächtnis, ich trage meine Erinnerungen immer bei mir", sagt er. Ein riesiges Bullen-Tattoo bedeckt seinen gesamten Rücken.
Die fünf afrikanischen Elefanten Pori (44), Tana (24), Tamika (9), Elani (6) und Simon (2) ziehen im Frühsommer für immer in den Tierpark Berlin. Dort entsteht auf zwei Hektar die größte Elefantenanlage Europas. Der Zoo in Halle baut bis 2029 ebenfalls um, doch eine Rückkehr der Elefanten ist ungewiss.
Die Angst vor den großen Tieren, die er einst verspürte, verschwand nach dem Tod seiner Mutter. Die Elefanten wurden zu seinem Ruhepol. Ein Schicksalsschlag, der sein Leben veränderte.
Jedes Tattoo erzählt eine Geschichte: Das erste, ein Sumatra-Bulle, entstand 2003, als er Nova und Cynthia nach Berlin brachte. Ein weiteres, ein afrikanischer Bulle, entstand nach dem Tod eines Babyfanten. Die Babyfanten Tamika und Ayo sind als Origami-Kunst auf seiner Haut verewigt. Selbst ein Chang-Bier-Etikett ziert seinen Bauch. Der Abschied kommt erst, wenn die Tiere weg sind – eine bittere Erkenntnis.
Die Zukunft? Hase konzentriert sich voll auf seine aktuelle Aufgabe. Die Idee für das nächste Tattoo, so sagt er, wird ihm der Abschied selbst liefern.
Der Umzug der Elefanten ist ein großer Schritt, aber für Norman Hase ist es das Ende einer Ära. Eine Ära, die er nie vergessen wird.
