Düsseldorf: praktikant (18) begeht exhibitionismus vor grundschülerin – lehrerin zuvor belästigt
Düsseldorf – Ein Schock in der Innenstadt: Ein 18-jähriger Praktikant steht im Visier der Polizei, nachdem er in einer Düsseldorfer Grundschule eine exhibitionistische Handlung begangen haben soll. Der Vorfall, bei dem er seinen erigierten Penis vor Augen eines Kindes berührte, löste eine Untersuchung aus, die auch frühere Vorwürfe der Belästigung gegen eine Lehrerin umfasst.

Unbeobachteter moment in der nachmittagsbetreuung
Die Polizei rückte nach einem Anruf des Vaters am 9. März in der Brehm-Schule an. Laut Angaben der Bezirksregierung Düsseldorf ereignete sich die Tat während eines unbeobachteten Moments an einem Waschbecken in der Nachmittagsbetreuung. Eine Lehrerin befand sich zwar im Klassenzimmer, war aber mit einem Film beschäftigt und bemerkte die Situation nicht. Ein Kind, das Zeuge wurde, informierte seine Eltern.
Die Schule verhängte daraufhin ein Hausverbot gegen den jungen Mann. Die Auswertung seines beschlagnahmten Handys dauert noch an. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte die Ermittlungen, wollte sich aber aus Gründen des Alters der Beteiligten nicht näher äußern.
Doch die Geschichte ist komplexer. Die Lehrerin hatte zuvor eine andere Vorladung bei der Polizei erstattet: Dem Praktikanten wird vorgeworfen, sie bereits am 6. März am Po berührt zu haben. Zunächst ging sie von einer versehentlichen Berührung aus, ordnete die Situation aber nach dem Vorfall am Waschbecken anders ein. Beide Vorwürfe wurden von der Lehrerin angezeigt, nicht von der Schule oder dem Träger.
Ermittler beobachten solche Fälle an Schulen zunehmend. Oftmals zeigen sich die Schulen zurückhaltend bei der Anzeige solcher Delikte. Die Lehrerin sollte diese Woche erneut aussagen, fiel aber plötzlich krank aus.
Bei seiner Vernehmung gestand der Afghane die Berührung der Lehrerin. Da er Asylbewerber ist, wurde die Ausländerbehörde kontaktiert. Das geplante Praktikum sollte eigentlich drei Wochen dauern. Die Auswertung des Handys könnte weitere Erkenntnisse liefern. Die Tat wirft Fragen nach dem Schutz von Kindern und die Verantwortlichkeit von Bildungseinrichtungen auf.