Dfb-elf unter druck: paraguay-test für die wm-kritiker

Winston-Salem – Vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Paraguay am Montag steht die Nationalmannschaft vor einer Zerreißprobe. Kann die DFB-Auswahl endlich die körperliche Überlegenheit aus dem Weg räumen, die gegen Ecuador und die Elfenbeinküste so oft zum Scheitern geführt hat?

Körperlicher kampf als schlüssel zum weiterkommen

BILD zitiert DFB-Sportdirektor Völler: „Die Voraussetzungen waren anders. Das Spiel in Ecuador war ein entscheidender Moment für sie, ein Spiel, das sie seit 20, 30 Jahren unbedingt gewinnen mussten. Das spürten sie in jeder Sekunde.“ Ein paar Prozentpunkte an Moral und Konzentration fehlten, wie Völler betont. Aber das ist – so Völler – völlig normal.

Die Statistik der FIFA spricht Bände: Paraguay ist mit 206 Aktionen der unangefochtene Spitzenreiter in Sachen defensiven Pressings bei der WM. Ecuador folgt mit 168 Aktionen. Ein deutliches Signal für die DFB-Elf, die bereits Julian Nagelsmann auf die Schwäche im körperlichen Bereich hingewiesen hatte.

Interner druck und völlers optimismus

Interner druck und völlers optimismus

Auch intern wird die Leistung gegen Ecuador kritisch gesehen. Wie BILD berichtet, gab es Bestürztheit über das 1:2. Doch Völler bleibt optimistisch: „Die Mannschaft wird alles reinhauen.“ Er erwartet ein anderes Gesicht im Achtelfinale gegen Paraguay. „Das ist ein K.o.-Spiel, das alles entscheidet“, erklärt er. „Die Spieler wissen, was auf dem Spiel steht.“

Champions-league-erfahrung als plus

Champions-league-erfahrung als plus

Völler ist überzeugt: „Wir haben Spieler im Kader, die das aus der Champions League kennen. Sie sind gewohnt, mit solchen körperlichen Auseinandersetzungen umzugehen. Das sollte für sie keine Frage sein.“ Er glaubt fest daran, dass die Mannschaft die Herausforderung meistern wird. Es ist ein Kampf, und der wird hart werden.

Ein scharfer Kommentar von Podolski nach der Ecuador-Pleite: „Vielleicht ist es gut, mal auf die Fresse zu bekommen.“