Darmbakterien und gesundheitsrisiken: neue studie offenbart enge beziehungen
Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Gesundheit unseres Körpers, und das geht auch auf die Darmflora zurück. Eine jüngst veröffentlichte Studie in der Fachzeitschrift Nature hat diese Verbindungen aufgezeigt.
Forscherteam analysierte daten von 34.694 erwachsenen
Wissenschaftler hatten Daten von 34.694 Erwachsenen aus den USA und Großbritannien ausgewertet. Zu den untersuchten Faktoren gehörten die Darmbakterien, die Ernährung und diverse Körper- und Blutwerte.
Bakterien nach gesundheitswerten eingeordnet
Die Forscher ordneten die Darmbakterien danach ein, wie stark sie statistisch mit bekannten Gesundheitsmarkern zusammenhängen, wie z.B. dem Body-Mass-Index, Blutfetten, Blutzuckerwerten und Entzündungsmarkern.
Klare unterschiede beim körpergewicht
Insgesamt identifizierten die Forscher 661 häufig vorkommende Bakterienarten. Günstig bewertete Arten traten häufiger bei Menschen mit besseren Stoffwechselwerten auf, während ungünstige Bakterien auf Menschen mit Übergewicht oder Adipositas häufiger vorkamen.
Ernährung wirkt stärker als probiotika
Einem besonderen Augenmerk standen in zwei kontrollierten Ernährungsstudien mit insgesamt 746 Teilnehmern zwei Aspekte bei: die Verbesserung der Ernährungsqualität und der gezielte Einsatz von Prebiotika (Ballaststoffen aus pflanzlicher Kost). Beide Maßnahmen führten im Studienverlauf zu mehr günstig bewerteten Darmbakterien und weniger ungünstigen Arten. Eine parallel untersuchte Supplementierung mit Probiotika zeigte dagegen keine vergleichbar ausgeprägten Veränderungen im Darmmikrobiom.
Die Ergebnisse dieser Studie sollten uns bewegen, unsere Ernährungsgewohnheiten zu überdenken und stärker auf gesunde, ballaststoffreiche Nahrungsmittel zu setzen, um so unser Darmmikrobiom positiv zu beeinflussen und unserem Gesundheitswandel entgegenzutreten.