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Buschbrand in der schweiz: giftige wolke – tote bei selbstverschulgten flammen

Kerzers (Schweiz) – Eine Tragödie hat sich am vergangenen Dienstag in der Schweiz ereignet: Bei einem Busbrand kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Der Brandstifter, ein 65-jähriger Mann, setzte sich selbst in Brand, was zu einer rasenden Ausbreitung der Flammen führte. Die Ursache für die hohe Todesrate liegt in der Lokation des Brandherds: mitten im Fahrzeug.

Experten wie der Unfallforscher Siegfried Brockmann erklären, dass die rasche Entzündung durch Benzin die Materialien im Bus innerhalb von Sekunden in Brand setzte. Insassen im vorderen Teil hatten vermutlich etwa 90 Sekunden mehr Zeit zur Flucht.

Todesfalle mitte des busses

Todesfalle mitte des busses

Hans Hutter, ein pensionierter Busunternehmer, betont: „Die Passagiere im hinteren Teil hatten überhaupt keine Chance. Nicht, wenn das Fahrzeug in der Mitte zu brennen beginnt! Sie saßen in einer Todesfalle.“ Der Brandherd in der Mitte des Busses, nahe den Ein- und Ausstiegen, verhinderte eine schnelle Evakuierung. Rauch und Flammen füllten das Fahrzeug innerhalb kürzester Zeit.

Die Opferliste umfasst neben dem Brandstifter auch den Busfahrer (63), zwei Frauen (25 und 39) sowie einen Mann (29) und einen 16-jährigen Jugendlichen. Fünf weitere Personen wurden verletzt, zwei von ihnen befinden sich weiterhin im Krankenhaus.

Der mutmaßliche Brandstifter, aus dem Kanton Bern stammend, soll mit Säcken in den Bus gestiegen sein und sich dann eigenartig verhalten, bevor er sich übergoss und anzündete. Die Staatsanwaltschaft geht von einem vorsätzlichen, aber nicht terroristischen Motiv aus.

Die Nachricht hinterlässt tiefe Spuren. Die Opfer wurden mit Blumen und Kerzen geehrt. Der Vorfall wirft Fragen nach der Sicherheit von öffentlichen Verkehrsmitteln auf und verdeutlicht die tödliche Geschwindigkeit, mit der ein Feuer sich entwickeln kann. Die Zahl der Todesopfer in der Schweiz steigt – ein erschreckendes Zeugnis.

Hilfe für Betroffene: Wer unter Depressionen leidet oder Suizidgedanken hat, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: 0800-1110111 oder 0800-1110222. BILD berichtet grundsätzlich nicht über Suizide, es sei denn, sie stehen in einem Zusammenhang mit gesellschaftlich relevanten Umständen oder Verbrechen.