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Bully herbig: vom kammerspiel zum comedy-olymp – eine lebensgeschichte

Michael Bully Herbig, der Mann, der mit absurden Figuren und schrägen Sketchs deutsche Wohnzimmer zum Lachen bringt, hat eine überraschend facettenreiche Karriere hingelegt. Von der abgelehnten Filmhochschule bis zum Gastgeber der angesagtesten Comedyshow des Landes – seine Geschichte ist eine Ode an Hartnäckigkeit und unkonventionelle Wege.

Die frühen jahre: ein traum von hollywood

Geboren 1968 in München, wuchs Bully als Einzelkind auf. Schon in jungen Jahren hing er an den Filmen von Hitchcock und träumte von einer Karriere vor der Kamera. Der Bruch mit dem Abitur und die anschließende Lehre als Fotograf waren der erste Schritt in Richtung Film, auch wenn die Ablehnung an der renommierten Filmhochschule zunächst eine schmerzhafte Pille war.

Der durchbruch: „der schuh des manitu“ – ein deutscher blockbuster

Der durchbruch: „der schuh des manitu“ – ein deutscher blockbuster

Doch aus der Krise entstand der Durchbruch: Mit „Der Schuh des Manitu“ 2001 gelang ihm der bislang größte Erfolg. Der Film wurde zum unangefochtenen Publikumserfolg und brach alle Rekorde. Ein Western-Parodie, die nicht nur die deutschen Kinobesucher begeisterte, sondern auch internationale Aufmerksamkeit erregte. Die Fortsetzung, „Das Kanu des Manitu“, bestätigte diesen Erfolg noch einmal.

Von der bühne zum fernsehen: „lol: last one laughing“

Von der bühne zum fernsehen: „lol: last one laughing“

Nach Jahren im Filmgeschäft fand Bully sein neues Revier im Fernsehen. Als Gastgeber der Comedyshow „LOL: Last One Laughing“ hat er sich als Entertainer neu erfunden. Die Show, bei der Kandidaten versuchen, es sich zu verkneifen, um nicht ausgeschieden zu werden, ist zu einem regelrechten Kultphänomen geworden. Die zahlreichen Preise, die die Show gewonnen hat, sind ein Beweis für ihren Erfolg.

Ein spitzname mit wurzeln im fußball

Ein spitzname mit wurzeln im fußball

Der Spitzname „Bully“ hat eine überraschende Geschichte. Er entstand im Klassenzimmer, als Bully als begeisterter FC-Bayern-Fan das Trikot seines Lieblingsvereins trug. Der Slogan „Die Bullen kommen!“ von Bayerns Sponsor Magirus-Deutz inspirierte den Lehrer, ihn liebevoll „Bully“ zu nennen – ein Spitzname, der ihn bis heute begleitet.

Das privatleben: familie und wurzeln in bayern

Das privatleben: familie und wurzeln in bayern

Trotz seiner öffentlichen Erfolge hält sich Bully Herbig weitgehend aus dem Privatleben raus. Seit 2003 ist er mit Daniela Herbig verheiratet und hat einen Sohn. Die Familie lebt in Straßlach bei München – ein Zeichen für eine beschauliche und bodenständige Existenz abseits des Rampenlichts. Die Bayerische Filmpreise, die er in diesem Jahr erhielt, sind ein klares Zeichen für seine Verdienste.