Berlin im stromausfall: wegners schweigen – ein staatsakt?
Berlin war am 3. Januar für Teile der Stadt im Dunkeln. Während sich die Bevölkerung in Angst befand, schien Regierender Kai Wegner sich in einer Art Kommunikationsstillas zu befinden. Die Frage ist: Hat er in der Stunde der Not versagt?

Wegners urlaub – während berlin im chaos versank
Die ersten Stunden nach dem Stromausfall zeichneten ein düsteres Bild: Keine Informationen von der Stadtregierung, keine klare Aussage über die Lage. Stattdessen kursierten Berichten zufolge Informationen, dass Wegner und seine Lebensgefährtin während der Eskalation Tennis spielten. Eine Pause von den „anstrengenden“ Krisen-Telefonaten, wie er später behauptete. Die Bürgermeisterin von Zehlendorf konnte sich an ein solches Gespräch nicht erinnern.
Die Reaktion der Öffentlichkeit war prompt und scharf. Die Frage nach der Verantwortlichkeit und der Transparenz der Regierung wurde lauter. In einer Pressekonferenz, in der Wegner achtmal nach dem genauen Ablauf seiner Telefonate gefragt wurde, entgegnete er jedes Mal mit dem bereits legendären Satz: „Dazu ist alles gesagt.“
Dieser Satz, so sehen Beobachter, könnte der neue Wahlkampfslogan der CDU werden: „Kai Wegner – dazu ist alles gesagt.“ Ein Satz, der mehr verrät, als er verheimlichen will. Die Vertrauenswürdigkeit des Regierenden hat einen schweren Schlag erlitten. Die Frage ist nicht mehr, ob die CDU diesen Rückschlag verkraften kann, sondern wie es die kommenden Wochen und Monate prägen wird. Das Schweigen in der Krise hat mehr gesprochen als tausend Worte.
