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Bahn-chefin palla setzt auf sauberkeit – und sicherheit für zugpersonal

Berlin – Bei der Deutschen Bahn gibt es neue Prioritäten. Nachdem die Kritik an mangelnder Sauberkeit und unzuverlässigen Dienstleistungen in den letzten Monaten zugenommen hat, hat Bahn-Chefin Evelyn Palla nun klare Worte gesprochen. Sie verspricht, dass zumindest ein sauberer Zug und ein funktionierendes Bordbistro kein Luxus mehr sein sollen.

Palla kritisiert das bisherige angebot: 98 prozent der toiletten funktionieren

Palla kritisiert das bisherige angebot: 98 prozent der toiletten funktionieren

In einem Interview mit dem Spiegel verteidigte Palla das sogenannte „Sofortprogramm“ der Bahn gegen Vorwürfe, es handele sich lediglich um „Kosmetik“. Sie räumte ein, dass es in der Vergangenheit Probleme gegeben habe, betonte aber, dass 98 Prozent der Toiletten tatsächlich funktionstüchtig seien. „Wir wollen aber noch mal ein Schippchen drauflegen und den Service für die Kunden sichtbar verbessern.“

Die Äußerungen Pallas fallen angesichts der zunehmenden Gewalt gegen Bahnmitarbeiter. Laut einer Sprecherin gab es im Jahr 2025 über 3000 Angriffe, etwa acht pro Tag. Der Fall des Schaffners Serkan C., der Anfang Februar nach einem Angriff nahe Landstuhl starb, hat die Debatte neu entfacht. Palla versicherte, dass sie alles tun werde, um das Zugpersonal zu schützen – eine Aussage, die sie selbst mit ihrer Ausbildung als Lokführerin untermauerte.

Über die bevorstehende Entlassung der Finanzvorständin Karin Dohm sprach Palla hingegen kaum. Details zu möglichen Abfindungen oder einer Reduzierung der Summe wollte sie nicht nennen. „Auch das liegt nicht in meiner Hand und muss der Aufsichtsrat entscheiden.“

Die hohen Angriffszahlen sind alarmierend. Zehn Bahnhöfe gelten als besonders gefährliche Gewalt-Hotspots. Die Bahn steht vor einer großen Herausforderung, das Vertrauen der Fahrgäste und das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter wiederherzustellen. Die Versprechen von Palla werden nun auf ihre Umsetzung geprüft.