Ausweichzeiten für gastronomen: berlin lockert die nachtruhe
Berlin erleichtert die Regeln für die Außengastronomie. Restaurants, Cafés und Kneipen dürfen ab sofort länger im Freien bewirten – ein Tag, der für viele Betreiber eine große Erleichterung bedeutet.

Längere öffnungszeiten für berliner gastronomen
Der Senat hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Öffnungszeiten der Außengastronomie in Berlin deutlich verlängert. Sonntag bis Donnerstag dürfen Gäste draußen bis 23 Uhr bewirtet werden. Freitags, samstags und vor Feiertagen ist sogar bis Mitternacht erlaubt. Bisher galt häufig ein Schluss um 22 Uhr.
Die neuen Regelungen gelten in den sogenannten Ausgehvierteln der Stadt. Dazu zählen Bezirke mit einer hohen Konzentration an Bars, Restaurants und Clubs. Zusätzlich können die Bezirksverwaltungen weitere Bereiche als Ausgehviertel festlegen, sofern die Gastronomie nicht als störend empfunden wird. Lärmbelästigung für Anwohner bleibt ein limitierender Faktor.
Die Entscheidung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für viele Betreiber, die durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen stark belastet wurden. Die verlängerten Öffnungszeiten könnten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung leisten.
Der Gesetzentwurf muss noch vom Senat und dem Abgeordnetenhaus freigegeben werden. Ein weiterer Punkt: Die Verwaltung streicht nicht-binäre Toiletten aus der neuen Klo-Verordnung – eine Entscheidung, die im Abgeordnetenhaus diskutiert wird.
Die Maßnahme ist ein Zeichen dafür, dass die Stadtverwaltung die Bedürfnisse der Gastronomiebranche ernst nimmt – und gleichzeitig die Balance zwischen wirtschaftlicher Förderung und den Interessen der Anwohner wahren will. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die neuen Regeln tatsächlich auswirken werden.