Asda räumt treibstoffengpässe durch hormus-blockade ein
London – Großbritanniens größter Einzelhändler für Kraftstoffe, Asda, hat erstmals Lieferengpässe aufgrund der blockierten Straße von Hormus bestätigt. Die Aussagen des Asda-Chefs Allan Leighton werfen ein Schlaglicht auf die zunehmenden geopolitischen Auswirkungen auf die Energieversorgung Europas.

Engpässe bei benzin und diesel – die auswirkungen des iran-kriegs
„Das Angebot ist knapp, und wir geben unser Bestes, um das zu ändern“, erklärte Leighton. Der plötzliche Anstieg der Nachfrage habe zu „temporären Engpässen“ geführt, die sich auf Zapfsäulen, bleifreies Benzin, Diesel und einzelne Tankstellen auswirken können. In den vergangenen Tagen mussten mehrere Tankstellen in Großbritannien, darunter in Teignmouth und Sheffield, vorübergehend schließen.
Britische Medien berichten von insgesamt 600 Fällen landesweit seit Kriegsbeginn im Iran. Die Situation ist nicht nur ein regionales Problem: Shell-Chef Wael Sawan warnt davor, dass die Engpässe in Asien bald auch Europa treffen könnten. Die Eskalation der Probleme von Südasien über Südostasien nach Nordostasien deutet auf eine Kettenreaktion hin, die sich im April verstärken könnte.
Experten raten vor Ostern zu frühem Tanken und empfehlen Energiesparmaßnahmen wie mehr Homeoffice, verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Tempolimits auf Autobahnen. Die Situation verdeutlicht die Anfälligkeit der globalen Lieferketten angesichts politischer Instabilität. Die Auswirkungen auf die Verbraucher werden weiter zunehmen, und die Erholung wird sich voraussichtlich noch über mehrere Monate erstrecken.
Die Nachricht von den Lieferengpässen kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da viele Menschen sich auf die Osterfeiertage vorbereiten. Die Situation unterstreicht die Notwendigkeit einer Diversifizierung der Energiequellen und einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit, um die Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten.
Die Zahl der betroffenen Tankstellen dürfte in den kommenden Wochen steigen. Die Hamsterkäufe vor dem Osterwochenende verschärfen die Lage zusätzlich. Ein Überblick über die kommenden Wochen zeigt, dass die Abhängigkeit von der Region um Hormus die europäische Wirtschaft weiter belasten wird.