70 Jahre kühn: fußballheld überwindet todesangst – ein leben zwischen olympia und klinik
Dieter Kühn, die Legende des FC Lok Leipzig, wird 70. Ein Mann, der mit seiner Entschlossenheit und seinem Torinstinkt die DDR-Geschichte schrieb. Doch sein Leben war alles andere als ein gerader Weg.
Ein leben im zeichen des fußballs
Der Name „Zwecke“ – Spitzname für Dieter Kühn – ist in Leipziger Fußballkreisen untrennbar mit Erfolg verbunden. Viermal FDGB-Pokalsieger war er mit dem Lok, und 1987 führte er den Verein sogar ins Europacup-Finale der Pokalsieger, wo er gegen Ajax Amsterdam mit 0:1 unterlag. Ein beeindruckender Statistiker war er auch: 122 Tore in 294 DDR-Oberliga-Spielen, nur sieben Spieler konnten seine Trefferquote übertreffen. Außerdem feierte er 13 Mal für die DDR-Nationalmannschaft, darunter das olympische Silbermedaillen-Duell 1980 in Moskau.
Doch der Weg zum Fußballglück war geprägt von Schicksalsschlägen. Nur geringe Überlebenschancen wurden ihm nach einer bakteriellen Lungenentzündung mit Totalversagen aller Organe zugesprochen. Ärzte sagten seiner Frau, dass seine Chancen auf ein Überleben kaum höher seien. Doch Kühn kämpfte sich zurück – wie einst auf dem Platz. Ein Herzinfarkt in der Reha zwang ihn zu einem Herzschrittmacher und Stents. „Das war eine Scheißzeit“, gesteht er ehrlich.

Ein dank an die familie
Heute genießt er das Leben, umgeben von seiner Familie und den drei Söhnen, die aus der Schweiz stammen. „Ich habe das bisher immer so gehalten“, sagt er mit einem Lächeln. Der Geburtstag wird in Darß, an der Ostsee, gefeiert. „Es gibt etliche Highlights in meinem Leben. Da kommt schon einiges zusammen. Die Medaillen habe ich alle noch zu Hause.“
„Dass es überall wieder Frieden gibt. Und natürlich Gesundheit für meine Familie und auch für mich“, ist seine klare Botschaft. Ein Leben voller Herausforderungen, aber auch voller unvergesslicher Momente. Kühn ist mehr als nur eine Fußballlegende – er ist ein Symbol für Kraft, Beharrlichkeit und die Bedeutung der Familie.
Ein Mann, der trotz allem den Blick nach vorne bewahrt hat. Ein wahrer Lok-Klassiker.
