Schock in westafrika: ex-machthaber damiba wird aus togo ausgewiesen – droht erneuter staatsstreich?
Ein dramatisches kapitel in burkina faso
Die politische Lage in Burkina Faso spitzt sich weiter zu. Der ehemalige Präsident und Putschist Paul-Henri Sandaogo Damiba, der im Januar 2022 den ersten Staatsstreich anführte und im September des gleichen Jahres selbst gestürzt wurde, ist nun aus Togo ausgewiesen worden. Die Nachricht schockierte die internationale Gemeinschaft und wirft ernsthafte Fragen nach der Stabilität des fragilen Staates auf. Was steckt hinter dieser dramatischen Entwicklung?
Die ausweisung und übergabe an burkina faso
Laut militärischer und Regierungskreise in Togo wurde Damiba am 17. Januar 2026 festgenommen und in einem Privatflugzeug in die Hauptstadt Ouagadougou zurückgebracht. Zuvor war er in Togo im Exil lebte. Eine togolesische Gerichtsbehörde hatte zuvor eine Auslieferungsanfrage aus Burkina Faso genehmigt. Togo sieht seine Neutralität gefährdet: „Togo kann nicht zulassen, dass sein Territorium zur Destabilisierung eines Nachbarlandes missbraucht wird“, erklärte ein Regierungsvertreter.
Der verdacht: ein neuer putschversuch
Der Auslöser für die Ausweisung war der Verdacht, dass Damiba erneut einen Staatsstreich plante. Es kursierten Gerüchte über einen geplanten Anschlag auf den aktuellen Machthaber, Kapitän Ibrahim Traoré, und andere Regierungsmitglieder. Angeblich war der Putsch für die Nacht des 3. Januar geplant. Die Vorwürfe schockierten das Land und führten zu Verhaftungen innerhalb des Militärs.
Geständnisse und beweismaterial
Die burkinische Regierung veröffentlichte Videos, in denen angebliche Komplizen zu ihrem Plan gestanden haben. Diese Beweismittel sollen zeigen, dass Damiba und seine Anhänger planten, Traoré zu stürzen und an die Macht zu gelangen. Die Veröffentlichung der Videos erregte große Aufmerksamkeit und löste eine Welle der Empörung in der Bevölkerung aus. Wie authentisch diese Aufnahmen wirklich sind, bleibt jedoch fraglich.
Ein land im griff der instabilität
Burkina Faso befindet sich seit Jahren in einer tiefen Krise. Seit 2015 kämpft das Land gegen Dschihadistische Gruppen, die mit Al-Qaeda und dem Islamischen Staat verbunden sind. Die Angriffe haben zu Tausenden von Todesfällen und zur Vertreibung von über zwei Millionen Menschen geführt. Die beiden Staatsstreiche im Jahr 2022 spiegeln die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung und des Militärs mit der Sicherheitslage wider.
Neue allianzen und geopolitische auswirkungen
Nach den Staatsstreichen hat sich die Militärjunta in Burkina Faso von westlichen Partnern, insbesondere Frankreich, distanziert und ihre Beziehungen zu Russland intensiviert. Die Ausweisung von Damiba und die damit verbundenen Vorwürfe könnten die ohnehin angespannte geopolitische Lage in der Region weiter verschärfen. Es bleibt abzuwarten, welche langfristigen Folgen diese Ereignisse für Burkina Faso und die umliegenden Länder haben werden. Die Situation ist brisant!
- Paul-Henri Sandaogo Damiba: Ehemaliger Präsident und Putschist
- Ibrahim Traoré: Aktueller Machthaber
- Ouagadougou: Hauptstadt von Burkina Faso
- Togo: Nachbarland, in dem Damiba im Exil lebte
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 24. Januar 2022 | Erster Staatsstreich unter Damiba |
| 30. September 2022 | Zweiter Staatsstreich, Machtergreifung von Traoré |
| 17. Januar 2026 | Ausweisung von Damiba aus Togo |
