Öl-deal im visier: mexiko beliefert kuba – schickt die usa jetzt strafen?
Ein überraschendes energie-bündnis
Die Nachrichten aus Kuba und Mexiko lassen aufhorchen! Nach dem Zusammenbruch der Öl-Lieferungen aus Venezuela hat sich Mexiko überraschend zum wichtigsten Ölversorger der Insel entwickelt. Doch diese Entwicklung wirft Fragen auf: Werden die USA nun eingreifen und Mexiko unter Druck setzen? Der renommierte kubanische Historiker Rafael Rojas gibt in einem Exklusiv-Interview mit EFE Einblicke in die komplizierte Lage.

Die rolle der usa: druck oder toleranz?
Laut Rafael Rojas scheint Washington die Öl-Lieferungen Mexikos vorerst zu tolerieren, da sie als vorübergehend und nicht als strukturelle Veränderung angesehen werden. Trotzdem gibt es, wie Rojas betont, “punktuelle” Druckversuche von Kongressmitgliedern, allen voran Carlos Giménez. Allerdings scheint die Migrationspolitik und der Kampf gegen den Drogenhandel für die USA derzeit höhere Priorität zu haben. Ein Patt zwischen den Interessen?
Öl-mengen: ein vergleich
Die Ölmenge, die Mexiko aktuell nach Kuba liefert, wird auf “sehr niedrige” 17.000 Barrel pro Tag geschätzt – ein deutlicher Unterschied zu den rund 100.000 Barrel, die einst aus Venezuela kamen. Pemex, das mexikanische Staatsölunternehmen, hält sich bislang bedeckt und veröffentlicht keine offiziellen Zahlen. Die Situation in Kuba ist angespannt, da das Land mit einer schweren Energiekrise zu kämpfen hat und regelmäßige Stromausfälle die Bevölkerung belasten.
Historische beziehungen und aktuelle abkommen
Mexiko pflegt seit der kubanischen Revolution von 1959 stets gute Beziehungen zu Kuba. Zwar wurden in den letzten Jahren die Investitionen Mexikos in der Insel reduziert, doch die “politische Unterstützung” wurde beibehalten. Besonders bemerkenswert ist der Deal unter dem ehemaligen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, bei dem Mexiko im Gegenzug für medizinische Leistungen von kubanischen Ärzten Öl liefert – ein regelrechter Tauschhandel.
Politische dementis und fakten
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum wies kürzlich Behauptungen zurück, Mexiko habe die Öllieferungen nach Kuba erhöht. Sie räumte jedoch ein, dass Mexiko zu einem “wichtigen Lieferanten” geworden sei. Ein Tanker mit rund 86.000 Barrel aus Mexiko traf kürzlich in Havanna ein, um die Stromversorgung zu stabilisieren und die andauernden Blackouts zu lindern. Die Situation ist also komplex und erfordert eine genaue Beobachtung.
Die zukunft des öl-deals: ein balanceakt?
Die Frage, ob die USA Druck auf Mexiko ausüben werden, bleibt offen. Es scheint, dass Mexiko versucht, einen Balanceakt zu vollführen: Die Unterstützung Kubas aufrechterhalten, während gleichzeitig die Beziehungen zu den USA nicht unnötig belastet werden. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob dieser Balanceakt gelingt oder ob es zu einer Verschärfung der Spannungen kommen wird. Bleiben Sie dran für weitere Updates!